STILLLEGUNG Ab morgen müssen Wanderer und Radfahrer Alternativrouten durchs Ittertal nutzen.
Eigentlich wollte Gero Legner sein „letztes Mittel“ nicht ausschöpfen, jetzt tut er es doch: Der Inhaber der Brucher Mühle sperrt den Privatweg durchs Ittertal auf der Grenze zwischen Solingen und Haan. Ab dem morgigen Donnerstag bleibt der bei Radfahrern, Wanderern und Reitern beliebte Pfad dauerhaft geschlossen.
Auf einem Hinweisschild an der Brucher Mühle weist Legner darauf hin, dass der Hofraum Privatbesitz ist. „Die immer wieder umfallenden Bäume, der Verkehr und das damit verbundene Risiko machen diese Maßnahme unumgänglich. Bitte benutzen Sie die alternativen Wege durch das Ittertal“, heißt es darauf.
Im März dieses Jahres hatte das Verwaltungsgericht in Düsseldorf in einer Feststellungsklage entschieden, dass der Weg nicht öffentlich ist. „Ich hätte schon vor fünf Jahren sperren können“, erklärt Legner gegenüber dem ST. So lange streitet sich der Inhaber der Mühle schon mit der Stadt Haan.
Ärger mit nicht angeleinten Hunden
Die Familie Legner moniert, wie Fremde mit ihrem Grundstück umgehen. „An manchen Tagen gleicht der Weg einer Autobahn: Fahrradfahrer schießen vorbei, Wanderer kreuzen. Da kann ich mit meinen Kinder kaum vor die Tür gehen“, so Gero Legner. Auch Hundekot und nicht angeleinte Vierbeiner bereiteten der Familie Ärger. mw