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04.12.2010 11:41
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Ausstellung: In allen Bildern sind Zitronen versteckt

Der französische Maler Romain Burgy war das Aushängeschild im deutschen Pavillon auf der diesjährigen Expo in Shanghai. Die Ausstellung im Atelier „Sanssouci“ auf der Potsdamer Straße 1 trägt folgerichtig den Titel „Von Shanghai über Paris nach Solingen“. Die französische Hauptstadt gehört zu diesem Zyklus, weil der aus Algerien stammende, jetzt in Köln lebende Künstler bei seinen „architektonischen Wegmarken“ die eigenwilligen Formen des Centre Pompidou zeichnerisch umgesetzt hat.

Galerist Ralph Tepel war von den leuchtenden Blaugründen auf Burgys Bildern so beeindruckt, dass er mit ihm Kontakt aufnahm und die Zusage für die laufende Ausstellung erhielt. Solingen hat sich inzwischen als Anlaufstelle bedeutender Gegenwartskünstler herauskristallisiert.

Romain Burgy hat als „Markenzeichen“ die Zitrone ausgewählt, die in jedem seiner Bilder versteckt ist, meist einzeln, aber auch als Gruppe auf einem Zebrastreifen. 20 signierte echte Zitronen fanden daher bei der Vernissage unter dem Motto „Die Ankunft der Zitrone in der Sorglosigkeit“ reißenden Absatz.

Die farbenprächtigen Bilder entstehen durch die Verwendung von Guache-Farben, die nicht nur eine besondere Leuchtkraft besitzen, sondern auch nicht ineinander verlaufen. So sind streng voneinander getrennte Felder möglich, in denen auch ganz feine Details wiedergegeben werden können.

Der Stil ist der Neo-Pop-Art zuzuordnen und ist architektonisch mit strengen geometrischen Formen geprägt. Eine seltsame Anziehungskraft haben die Favelas, die durch Wohnblocks ersetzt werden: „Eine ästhetisch ansprechende Interpretation des Elends“, so Ralph Tepel. bro.

Ausstellung Romain Burgy im Atelier „Sanssouci“, Potsdamer Str. 1, bis zur Finissage am 17. Dezember („Nocturne“ ab 21 Uhr). Geöffnet montags bis freitags 18 bis 20 Uhr, samstags, sonntags 16 bis 18 Uhr.