STRASSENVERKEHR Landesbehörde stellte Pläne gestern in Langenfeld vor. Umsetzung: 2013.
Von Jörn Tüffers
Erfreuliche Nachrichten für genervte Pendler: Der geplante Ausbau des Autobahnanschlusses Solingen/Langenfeld zur A 3 soll spätestens 2013 kommen. Gestern hat der Landesbetrieb Straßenbau NRW die Pläne im Bau- und Verkehrsausschuss der Stadt Langenfeld vorgestellt. Sie sehen die Anlage einer weiteren Fahrspur auf der Straße „Hardt“, verbesserte Ampelschaltungen und die Schaffung weiterer Abbiegespuren an den Auf- und Abfahrten zur Autobahn vor. Damit nehme die Landesregierung die berechtigten Forderungen der Bürger nach schneller Beseitigung von Staustellen im Verkehr ernst, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Verkehr, Horst Becker (Grüne), gestern.
Solingens Planungsdezernent Hartmut Hoferichter zeigte sich erfreut über diese Entwicklung. Er rechnet damit, dass der Umbau zu „spürbaren Verbesserungen“ führen und der tägliche Stau auf der Bonner Straße abnehmen wird. Die nun gewählte Variante sei die bestmögliche aus einem Bündel von Vorschlägen, das im vergangenen Jahr erarbeitet und der Landesbehörde vorgelegt worden war. Sie habe den Vorteil, dass der Verkehr in Richtung Köln und Langenfeld besser fließen würde. Außerdem wäre der Aufwand beschränkt: Es müssten nur in geringem Maße anliegende Grundstücke beansprucht werden, und ein umfangreiches Planverfahren könnte umgangen werden. Die Umsetzung steht und fällt aber mit Langenfeld. Die Flächen liegen auf dem Gebiet von Solingens Nachbarstadt.
IHK hat gegen den Standortnachteil Solingens gekämpft
Die nun zu realisierende Lösung entspricht auch den Forderungen einer Bürgerinitiative gegen den Weiterbau der Viehbachtalstraße zur B 229n in Landwehr. Befürworter eines direkten Anschlusses an die A 3 dürfte die Planung dagegen enttäuschen. Denn der würde damit in weite Ferne rücken, ist nach Ansicht von Verkehrsexperten aber ohnehin schwer realisierbar.
Unterhalb der Autobahnbrücke wird nun eine weitere Spur eingerichtet, durch die der Abbiegeverkehr aus Richtung Solingen zur A 3 nach Köln vom Geradeaus-Verkehr in Richtung Langenfeld getrennt wird.
Mit Vehemenz hat die Industrie- und Handelskammer über viele Jahre hinweg ein Ende der täglichen Verkehrsbehinderungen gefordert. Diese Probleme führten zu einem erheblichen Standortnachteil für die Solinger Wirtschaft. Gegenspielerin einer „großen Lösung“ (Viehbachtalstraße) war stets die heutige stellvertretende Ministerpräsidentin, die Solinger Grüne Sylvia Löhrmann.