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10.03.2010 10:03
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Anklage nach Groß-Razzia

Im Ergebnis einer Groß-Razzia im Oktober 2009 hat die Staatsanwaltschaft jetzt am Solinger Amtsgericht Anklage gegen einen Autohändler (24) und einen Drucker (51) erhoben. Beide stehen im Verdacht des gewerbsmäßigen Betruges und der Urkundenfälschung in 24 Fällen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Autohändler vor, Bescheinigungen für Haupt- und Abgasuntersuchungen gefälscht und Kfz-Zulassungen manipuliert zu haben. Der 51-Jährige dagegen soll die Dokumente als Betreiber einer kleinen Offset-Druckerei in Solingen-Mitte hergestellt haben. Er habe nach der Razzia umfassend ausgepackt, meldete die Staatsanwaltschaft schon 2009. Auch der digitale Speicher der Druckmaschine half den Ermittlern gut weiter. Die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge wussten nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft wohl nichts von dem Betrug.

Während der Razzia am 7. Oktober hatte die Polizei Dutzende von Beamten aus zwei Bereitschaftshundertschaften aufgeboten. Denn bei den Sicherheitsbehörden gelten etliche Mitglieder der Großfamilie des Autohändlers, der laut seiner Papiere aus Syrien stammt, als gewaltbereit. So sollen Männer aus dieser Familie 2009 an einer Massenschlägerei in der Hasseldelle beteiligt gewesen sein. Im Streit um eine unerwünschte Liebesbeziehung waren dort eine libanesische und eine syrische Großfamilie aufeinander losgegangen (ST berichtete). Die Polizei musste 80 Beamte zusammenziehen, bevor sie die Schlägerei in den Griff bekam. ab