Am Donnerstag hält Julia Ogermann von der Verbraucherzentrale Solingen einen Vortrag unter der Überschrift „Strom. Jetzt wechseln. Jetzt sparen“: 18.30 Uhr, Werwolf 2 (Eintritt 7 Euro, Anmeldung Telefon 1 70 00 oder 1 72 74).
Warum wechseln noch relativ wenig Solinger den Strom-Anbieter?
Ogiermann: Viele wissen gar nicht, wie einfach das ist. Es gibt auch unbegründete Ängste, man würde im Dunkeln sitzen, falls der neue Anbieter nicht direkt im Anschluss an den alten Vertrag liefern kann. Aber das kann nicht passieren: In solchen Fällen müssen die Stadtwerke maximal drei Monate mit der Grund- und Ersatzversorgung einspringen.
Wie einfach ist der Wechsel denn?
Ogiermann: Bundesweit gibt es hunderte Anbieter. Am besten, man sucht über einen Internet-Tarifrechner das passende Angebot. Internetseiten, die die Stiftung Warentest empfiehlt, sind zum Beispiel verivox.de, tarifvergleich.de, toptarif.de oder wer-ist-billiger.de. Vorsicht ist geboten, wenn Vorkasse verlangt wird. Auch von Strompaketen mit einer bestimmten Kilowattstunden-Grenze raten wir ab: Der Mehrverbrauch wird oft übermäßig teuer. Interessant sind dagegen Preisgarantien, die einige Monate lang vor Erhöhungen schützen. Den Wechsel selbst wickelt der neue Anbieter für den Kunden ab.
Wie sieht es aber beim Gas aus? Da hatten die Stadtwerke bisher wenig Konkurrenz.
Ogiermann: Das hat sich mit Beginn dieser Heizperiode geändert. Laut Verivox sind in Solingen außer den SWS sieben weitere Anbieter mit elf Tarifen auf dem Markt.