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26.01.2009 17:37
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Alle mögen Stan und Ollie
Im Filmraum des Laurel & Hardy Museums liegt eine gelöste und gemütliche Stimmung in der Luft. Auf der Leinwand streiten gerade Stan Laurel und Oliver Hardy, die sich einen Namen als Komikerduo „Dick & Doof“ gemacht haben, vor dem A.B.C. Restaurant. Die beiden gegensätzlichen Freunde treten sich auf die Füße und vor die Schienbeine, reißen an Krawatten, Taschentüchern und Hüten. Der Streit zieht weitere Passanten und Polizisten an, bevor er in einer großen Rangelei einer bunt gemischten Gruppe von eigentlich unbeteiligten Fremden endet.

Väter kommen nach Jahren mit ihren Kindern vorbei

„Das ist eine absolut zeitlose Komik, die nicht verletzt. Sie braucht keine Zoten und keinen Humor unter der Gürtellinie“, fasst Wolfgang Günther nach Ende des Stummfilmklassikers „Der beleidigte Bläser“ (1928) zusammen. Eine Kunst der Unterhaltung, die offensichtlich Generationen verbindet und sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. „Ich erlebe es oft, dass Väter, die ich vor vielen Jahren kennen gelernt habe, mit ihren Kindern vorbeikommen“, zeigt sich der langjährige Stan-&-Ollie-Experte zufrieden. Wolfgang Günther, der das vielseitige Museum im Walder Kotten seit März 2003 mit seiner Frau Vera führt, entdeckte sein Interesse für das Komikerduo in den 70er Jahren. Mittlerweile verfügt er über ein beeindruckendes Repertoire, das auch Freunde von Laurel & Hardy aus dem Ausland anzieht.

Als Werner Weber am Samstagmittag mit seinem Enkel Alexander zu Besuch war, hatten beide sichtlich Spaß und viel zu lachen. „Der Film hat uns gut gefallen“, resümierte der Großvater. „Das erinnert mich an meine Jugendzeit. Da konnte man sich Stan und Ollie für 50 Pfennig im Kino anschauen.“ Auch Enkel Alexander Weber freute sich über den zeitlosen Humor.

Wolfgang Günther, der letzte Woche 90 Kinder der Grundschule Kreuzweg als Gäste begrüßen konnte und die Zusammenarbeit mit Schulen weiter ausbauen will, hat allen Grund, ein positives Fazit für 2008 zu ziehen. „Wir hatten insgesamt 2050 Besucher. Das ist eine klare Steigerung.“ Auch mit den ersten Wochen 2009 sind Vera und Wolfgang Günther zufrieden. nsc

Offen jedes letzte Wochenende im Monat von 12 (Sa) bzw. 11 (So) bis 17 Uhr: laurel-hardy.museum.de

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