GRÄFRATHER BAHNHOF Siegfried Lapawa konkretisiert seine Pläne, die er bald der Verwaltung vorstellen möchte.
Von Andriana Sakareli
Seit Siegfried Lapawa von der positiven Bürgerbefragung der SPD erfahren hat, arbeitet er mit Hochdruck an seinen Plänen, einen Supermarkt auf dem Bahnhofsgelände in Gräfrath zu realisieren. „Wir entwickeln jetzt ein Gesamtkonzept für die Verwaltung“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Silag AG gestern bei einem Pressegespräch. Drei wesentliche Probleme, die das Projekt in der Vergangenheit stets verhindert hatten, will Lapawa bei seinen Überlegungen aus dem Weg geräumt haben: die Korkenziehertrasse, den Verkehr und die Bauweise des Gebäudes.
Vor Jahren war Lapawa schon mal mit seinen Plänen an die Verwaltung herangetreten. Das Modell von damals steht immer noch in seinem Büro. Die Stadt lehnte damals ab, weil ihr der vorgeschlagene Bau – „wie ein Schuhkarton“, so Lapawa – nicht gefiel. Außerdem machte sie dem Unternehmer zur Auflage, auf seine Kosten eine Ampel zu installieren, die die Zu- und Abfahrt von der Wuppertaler Straße her regeln sollte. Lapawa ließ sich darauf nicht ein. Ein weiteres Hindernis war der Verlauf der Korkenziehertrasse, der bei Realisierung des Projekts hätte verändert werden müssen.
Nach den neuen Plänen bleibt der jetzige Verlauf der Trasse, die am alten Bahnhof entlangführt, bestehen. Der Weg wird wie eine Passage über das Gebäude geführt. In der Passage sollen ein Café, eine Backstube und möglicherweise auch ein Fahrrad-Shop integriert werden. Der hintere Abschnitt der Trasse wird mit weniger Gefälle als bisher abgesenkt.
Bestehende Ampel an der Libelle soll die Zu- und Abfahrt regeln
Den Verkehr will Lapawa durch den Zukauf von angrenzenden Grundstücken und mit der bereits an der „Libelle“ bestehenden Ampelanlage regeln. „Früher war das nicht möglich, weil die Grundstückseigentümer nicht verkaufen wollten“, erklärte der Investor. Er habe zwei potenzielle Betreiber für den rund 1800 Quadratmeter großen Suppermarkt mit Vollsortiment, einer davon wolle sich 20 Jahre binden. Sie seien auch mit der Bauweise einverstanden, die nicht an einen Schuhkarton erinnert.
Um das laut Lapawa acht Millionen Euro teure Projekt zu verwirklichen, muss er eine weitere Fläche dazukaufen, die derzeit noch der Stadt gehört. Der Unternehmer ist optimistisch, das Projekt möglichst bald umsetzen zu können. „Wenn die Stadt grünes Licht gibt, stellen wir eine Bauvoranfrage.“