AUSSTELLUNG Gräfrath mal aus einer anderen Perspektive: Die Fotografen Christa Kastner, Peter Holt-freter und Dieter Hennig haben sich Solingens schönstem Stadtteil mal von einer anderen Seite genähert. Die Ergebnisse dieser Arbeit präsentieren sie nun in einer Ausstellung in der Loos’n Maschinn an der Börsenstraße 87.„Diese Räumlichkeiten sprechen in Kombination mit den Fotos noch mal eine ganz eigene Sprache“, erläutert Dagmar Thiemler vom Industriemuseum. „Ich habe mich überraschen lassen“, sagt Christa Kastner. „Ich wollte das alltägliche Gräfrath einfangen, nicht die Touristenattraktionen.“ Bei einem Streifzug vom künftigen Industriepark Richtung Wuppertal bis zu Haribo hat sie zu jeder Tagesstunde ein Foto eingefangen - die voll befahrene Wuppertaler Straße am frühen Morgen, den alten Bahnhof, Kinder bei der Einschulung in der Klosterkirche - denn „auch das ist Gräfrath“.Die „fotografische Annäherung an einen Stadtteil“ (Thiemler) bietet noch einen weiteren Zugang zu Gräfrath: Peter Holtfreter zog mit elf Ferienspaß-Kindern auf Foto-Safari durch die Gräfrather Fauna. Rausgekommen sind tolle Schnappschüsse der bis zu 12-jährigen Kids: Da lugt ein Ziegenbock über den Zaun, hier sieht man „das gefährlichste Raubtier der Welt“, dort steht ein Erdmännchen Wache. „Kinder haben noch keine festen Vorstellungen im Kopf, wie die Dinge zu sein haben. Sie gehen offen mit den Motiven um“, begeistert sich Holtfreter über die rund 80 Fotos. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit von Solinger Fotoforum und dem Förderverein des Industriemuseums. Sie wird sonntags bis 19. Oktober in der Loos´n Maschinn, Börsenstr. 87 zu sehen sein, geöffnet 15 bis 17 Uhr. Der Eintritt: 1,00 Euro. sf