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20.01.2010 09:34
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24 Stunden Protest

„Wir verfallen aufgrund des Haushaltssicherungskonzeptes nicht in Depressionen.“ Schauspiel-Chef Christian von Treskow will beweisen, dass man „fröhlich Widerstand leisten“ kann.

Unter anderem mit dem „Pleitegeier“, der am Freitag, 29. Januar, um 11 Uhr nach Barmen kommt: Zwei Banner werden bis zum 7. Februar am Rathaus hängen - gedacht sind sie als „Wanderpokal“, den zwei Marathonläufer zur nächsten armen Stadt - nach Remscheid - bringen. Auch dort sollen die Banner am Rathaus hängen - bevor sie weiterwandern. „Damit soll deutlich werden, dass Wuppertal nicht alleine dasteht“, betont Christian von Treskow.

Dabei sind die „Pleitegeier“-Banner erst der Anfang. Weiter geht’s abends im Schauspielhaus: Nach der Premiere des Kult-Stücks „Fleisch ist mein Gemüse“ wird ab 22 Uhr 24 Stunden lang nonstop gespielt, gesungen und improvisiert - bei freiem Eintritt. Künstler aus ganz Nordrhein-Westfalen gestalten das Programm. „Wir hoffen, dass das Publikum mit uns die Nacht durchmacht“, sagt Dramaturg Johannes Blum. Eine Kundgebung an der Kluse soll am Samstag, 30. Januar, um 16 Uhr der Höhepunkt des Aktionstags sein, der um 20 Uhr mit einer Podiumsdiskussion endet.

Klar ist, dass das Spardiktat nicht nur das Schauspielhaus, das geschlossen werden soll, bedroht - sondern alle Sparten. „Wenn es weniger Opern-Vorstellungen gibt, hängt auch das Sinfonieorchester mit dran“, sagt Orchesterdirektor Heiner Louis. thö