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1200 Streikende legen Solingen lahm
Von Melissa Wienzek und Hans-Peter Meurer Viele Solinger litten am Mittwoch unter dem Warnstreik im öffentlichen Dienst: 1200 Protestler legten nicht nur die Arbeit nieder, sondern damit auch Solingen lahm. Was so mancher Autofahrer allerdings begrüßte: Acht Politessen, damit ein Viertel der städtischen Überwachungskräfte, streikten ebenfalls für mehr Lohn: Gestern wurden Knöllchen für rund 2400 Euro weniger als an normalen Werktagen geschrieben. Schon um fünf Uhr am Mittwochmorgen stülpte sich Busfahrerin Hava Gorke (43) die Plastik-Weste der Gewerkschaft komba über und griff zur Fahne.
Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen und Erlebnisse vom heutigen Streiktag auf der Tageblatt-Seite bei Facebook: www.facebook.com/sgtageblatt Vielen Dank! Wegen des Streiks am Mittwoch blieben die Busse im Depot. Folge: erhöhtes Verkehrsaufkommen. Stau um 7.15 Uhr von der Friedenstraße bis zur Merscheider Straße, vom Eselsweg bis zur Löhdorfer Straße. Stau auch um 8 Uhr auf der Weyerstraße. Die Mitfahrzentrale hatten am Mittwochmorgen nur noch eine Fahrt nach Viersen frei. Die Taxi-Unternehmen machten mehr Umsatz. Ihre Kollegin Heike Becker (45) setzte die Gewerkschafts-Kappe auf und los ging’s zum Streik Richtung Rathaus. Gut gestärkt mit Kaffee und Kuchen und dick eingepackt waren sie mit die Ersten, die in Solingen streikten. 6,5 Prozent mehr Lohn fordert die Gewerkschaft Verdi für Beschäftigte von Bund und Kommunen. „Das ist eine gute Verhandlungsgrundlage. Ich gebe die Hoffnung nicht auf“, sagte Gorke. |
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