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17.07.2012 10:14
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Rezept 2: Saure Böhnchen

Küche: Alte bergische Rezepte geraten in Vergessenheit. Der Gastronomenverein „Bergische Gastlichkeit“ hat sich zur Aufgabe gemacht, regionale Rezepte zu erhalten. So bedauert Frank Lohmann, Küchenchef im Romantikhotel Gravenberg, dass es Steckrüben gar nicht mehr und die aufwendige Zubereitung von Grünkohlgerichten kaum noch gibt. Sein Rezept ist eine Beilage. Kommt die auf den Tisch, wird bei Lohmanns noch mit dem Bohnenschneider „geschnibbelt“.

Zubereitung: Speck, der später gleichzeitig den Fleischanteil des Gerichtes ausmacht, in grobe Streifen schneiden. Mit Zwiebeln in Griebenschmalz anschwitzen. Böhnchen und gewürfelte Kartoffeln zugeben. Angegossen wird nur Wasser, weil es früher Brühe nur sonntags oder Wurstbrühe nur nach dem Schlachten gab. Aufkochen, salzen und pfeffern und einen guten Schuss Weinessig zugeben. Der lässt die Bohnen rauh werden, was auch wegen des besonderen Geschmacks gewollt ist.

Tipp: Dieses Gericht wird vorgekocht. Es schmeckt am besten, wenn man es über Nacht stehen lässt und dann am nächsten Tag aufwärmt. Übrigens: Kasseler oder deftiges Fleisch schmeckt ganz besonders gut dazu, findet Küchenchef Frank Lohmann. up

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