Snippets
Snippets
18.02.2010 14:57
Drucken Vorlesen Senden
Zeit schenken und nehmen

„Not entdecken, Hilfe leisten“ heißt das Motto des Caritasprojektes Zeitgutscheine. Mit diesen Gutscheinen werden freiwillige HelferInnen und Hilfesuchende angesprochen. Solche Zeitgutscheine kann man in den Kirchen des katholischen Pfarrverbandes Mitte-Nord in Solingen oder auch in den Pfarrbüros der einzelnen Pfarreien erhalten. Das Projekt läuft seit dem Beginn der Adventszeit 2008.

Die Idee für das Projekt hatte Initiator, Leiter und Koordinator Diakon Leonard Galli, nachdem er festgestellt hat, dass er neue Kräfte brauche, um die bestehende Arbeit im Bereich der Pfarrcaritas aufrecht zu erhalten und Neues zu versuchen. Es gibt vier weitere ehrenamtliche Helferinnen, die ebenfalls das Projekt mitkoordinieren. „Für Menschen, die allein sind, sich nach Gesellschaft sehnen oder Hilfe im Alltags benötigen, sind die Zeitgutscheine genau das Richtige“, sagt eine der Helferinnen.

In so einen Zeitgutschein kann man eintragen, wie viel Zeit man als Helfer spenden kann oder als Hilfesuchender braucht. Dieser Gutschein wird dann im Koordinationsteam besprochen und ein Helfer wird dem Hilfesuchenden zugeteilt. Je nach Bedarf wird dann Zeit investiert, zum Beispiel für einen Spaziergang oder auch für eine gemeinsame Tasse Kaffee.

Die Zeitgutscheine kämen bei den Gemeindemitgliedern gut an, es würden sich immer neue Freiwillige anmelden. 37 Personen wären es insgesamt bis zum heutigen Zeitpunkt gewesen, betont Diakon Galli stolz. Er hoffe sehr, dass immer mehr Hilfesuchende sich trauen würden, ihn anzusprechen. Die angemeldeten Helfer seien bereit, ihre Zeit zu opfern, um anderen Menschen damit Freude zu bereiten. Das sei es doch, was Jesus von uns wolle, dass wir die Aufmerksamkeit für die benachteiligten Mitglieder unserer Gemeinden hätten, erklärt Herr Galli.

Das Projekt ist noch recht jung. Deswegen ist es für alle Beteiligten ziemlich neu. Frau Kirschbaum, Mitglied des Koordinierungsteam erklärt, sie koordiniere mit Diakon Galli und 3 weiteren Helferinnen dieses Projekt. Sie würden die ausgefüllten Gutscheine entgegennehmen und würden dafür sorgen, dass der richtige Helfer mit dem richtigen Hilfesuchenden in Kontakt komme. Das hieße, sie würden feststellen, wie viel Zeit der Eine spenden würde und wie viel Zeit ein Anderer brauche. Die Regelmäßigkeit der Arbeit sei auch wichtig, denn es könne um eine oder mehrere Wochen oder Monate gehen. Herr Galli meint: „Die wichtigste Aufgabe von uns Christen ist das Gebot der Nächstenliebe mit Leben zu füllen“.

Die Zeitgutscheine sind eine gute Idee, wie eine Hilfsbedürftige feststellt. Da sie selber alleine lebe, freue sie sich über diese Idee. Nachdem sie den Zettel abgegeben habe, habe sich nach ein paar Tagen eine Helferin gemeldet. Anfangs hatte sie selber ein bisschen Angst, wie das wohl sein würde, aber es war gar nicht schlimm und jetzt sei sie froh, dass sie es gemacht hat. Die Helferin komme regelmäßig zu ihr, sie würden gemeinsame Stunden verbringen und hätten viel Spaß dabei.

Von Julia G., 8b, Gymnasium Schwertstraße

ZiSch