Der Treffpunkt der Generationen soll gebaut werden.
Ein Teil des Parks Kannenhof soll, so wie einige andere Parks auch, verkauft werden. Manfred Busch, der Gründer der „Initiative Lebenswertes Solingen“, kämpft mit vielen Aktionen für die Rettung des Parks.
Die Stadtverwaltung von Solingen braucht Geld und will dieses bei der Grünpflege einsparen. In einem Gutachten der Gemeinde-Prüfungsanstalt stellte sich heraus, dass Solingen mehr Geld als der Durchschnitt von 23 geprüften Städten für die Grünpflege ausgibt. Aber auch, dass Solingen am wenigsten Grünfläche pro Einwohner hat. Deshalb findet Manfred Busch den Verkauf von weiterer Grünfläche „absurd“. Insbesondere, da der Park von vielen Menschen genutzt wird. Im Winter ist der Hügel bei vielen Kindern eine beliebte Rodelbahn. Am Donnerstag, den 12. November 2009 vertrat Manfred Busch seine Meinung vor der Bezirksvertretung. Viele Politiker stimmten ihm zu, die Stadtverwaltung nicht.
Es ist noch nicht bekannt, welcher Teil des Parks verkauft werden soll, nur, dass 27 200 von den insgesamt 51 166 Quadratmetern verkauft werden sollen. Aber sicher ist, dass der untere Teil des Parks und die Grasflächen in Richtung Hippergrund, wo der renaturierte Fluss ist, erhalten bleiben sollen. Wenn man dieses Gebiet von der Gesamtfläche abzieht, bleibt nur noch sehr wenig übrig.
Die Initiative plant einige Aktionen für den Erhalt des Parks. Zuerst wurden 7000 Infoflyer verteilt. Knallgelbe Plakate mit Fotos aus dem Park sollen Aufmerksamkeit erregen und weisen auf die Unterschriftenaktion hin. Zusätzlich soll es Poster für Schulen geben und Material, um damit zu arbeiten. Die Eingänge des Parks sollen besser beschildert werden, da es vorkommt, dass Personen den Park nicht finden oder ihn gar nicht kennen. „Das ist auch ein Problem, das der Park hat“, sagt Manfred Busch.
Er hat die Initiative gegründet, weil er über den Verkaufsplan verärgert war. Über eine Flyeraktion im Park fand er Unterstützung. Inzwischen hat die Initiative 30 Mitglieder. Wahrscheinlich werden sie bald aus rechtlichen Gründen einen Verein gründen, um dem Park besser helfen zu können, ähnlich der Stiftung Botanischer Garten.
Der Park hat großen ökologischen Wert. Es leben dort viele Kleinstlebewesen, seltene Käfer und viele andere Tiere, darunter sechs verschiedene Libellenarten, die alle unter Naturschutz stehen. Die Initiative prüft im Moment, ob die Bebauung des Parks gegen die Naturschutzbestimmungen verstößt. Es stehen noch drei Surenbäume aus Asien, die aus der Zeit stammen, als der Park noch der Botanische Garten war.
Der Park wurde der Stadt Solingen von der Familie Coppel im Jahre 1912 geschenkt. Eine Zeit lang war er der Botanische Garten von Solingen. Am 31. Juli 1920 eröffnet, verwilderte er in Folge des Zweiten Weltkriegs. Im Herbst 1963 wurde dann der Botanische Garten am Vogelsang eröffnet. Am 13. März 1980 wurde im Park Kannenhof ein Rosengarten fertiggestellt, der aber nicht mehr besteht.