ANDENKEN Der Namensgeber der Stadtbücherei und Volkshochschule.
Im Gebäude Mummstraße 10 in Solingen ist die Volkshochschule und die Stadtbibliothek zu finden. Diese wurden im Jahr 2004 nach Emil Kronenberg benannt, da er der Gründer dieser Einrichtungen und des Solinger Kulturkreises war.
Am 2. Oktober 1864 wurde Emil Kronenberg in Leichlingen geboren. Er studierte Medizin in Berlin, während die Familie nach Höhscheid zog. 1894 ließ sich Kronenberg als Hals-Nasen-Ohren-Arzt in Solingen nieder und gründete mit mehreren Kollegen das Bethesda-Krankenhaus. Nach dem ersten Weltkrieg und seiner Beförderung zum Oberarzt und Sanitätsrat übernahm Kronenberg den Vorsitz der Deutschen Demokratischen Partei und der Solinger Lesergesellschaft.
Die Entstehung der 1926 eröffneten Stadtbücher geht auf seine Initiative zurück. Während des zweiten Weltkrieges verlor Emil Kronenberg als Jude seine öffentlichen Ämter und seine Praxis. Er wurde 1944 nach Theresienstadt deportiert, überlebte wie durch ein Wunder jedoch die Zeit im Konzentrationslager. 1945 kehrte er nach Solingen zurück und war sofort am Wiederaufbau des politischen und gesellschaftlichen Lebens beteiligt. Er wurde Vorstandsmitglied der FDP und gründete den Solinger Kulturkreis. Am 31. März 1954 starb Emil Kronenberg.
In Erinnerung an seine guten Werke für die Stadt wurden 50 Jahre später die Volkshochschule und die Stadtbibliothek nach im benannt. Ein Gedenktafel in der Mummstraße weist heute noch daraufhin.