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18.02.2010 14:57
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Weltreise auf dem Eis

Wie jedes Jahr lädt die Eiskunstlaufabteilung des Solinger Turner Bundes am 28. November 2009 wieder zum Weihnachtszauber auf dem Eis ein. Das diesjährige Motto ist eine Weltreise, die in Russland beginnt, über Waikiki Beach, Peking, Amsterdam und Texas geht und in New York City endet. Circa 70 Läuferinnen und Läufer im Alter von fünf bis 30 Jahren werden die Zuschauer in ferne Länder und Gegenden für 1 ½ Stunden entführen.

Stefanie von der Thüsen, B-Lizenz-Trainerin und fünfte der deutschen Meisterschaften, hat mit vier Jahren das erste Mal an der winterlichen Eiskunstlaufgala teilgenommen. „Ich bin Backstage tätig und bereite die kleinen Teilnehmer und Teilnehmerinnen auf ihren großen Augenblick vor. Aber ob ich dieses Jahr wieder Aktiv auf dem Eis dabei sein werde, das steht noch in den Sternen“, erklärt die Trainerin. „Ich bin immer schon fest eingeplant“, meint sie und fügt grinsend hinzu: „Es ist immer wieder etwas Besonderes und mittlerweile schon Tradition.“ Auch zwei von fünf Eiskunstläuferinnen der Gruppe eins des STB, Laura Bench (13) und Katrin Ebbinghaus (15), erlebten ihren ersten Zauber mit fünf und sechs Jahren.

„Es macht mir jedes Mal ganz viel Spaß“, so Laura Bench. Katrin Ebbinghaus fügt hinzu: „Am besten finde ich, dass wir bei dieser Gelegenheit die Chance haben anderen Leuten unser Können zu zeigen und sie so begeistern können.“ Beide sind unter anderem Solisten und finden, dass diese Vorführung die Gemeinschaft ungemein stärkt. Alle halten zusammen und fiebern miteinander, berichten die beiden stolz. „Wir laufen in Griechenland, Rio de Janeiro, New York City und wir sind Teil des Bordpersonals. Aber wir dürfen wie fast immer unsere Kür präsentieren. Darauf freuen wir uns besonders“, erzählen die beiden Läuferinnen einstimmig. Neben den vielen Gruppennummern werden auch einige Solistenrollen zu sehen sein. Von einem russischen Folklorelied über Musik von ‚James Bond’ bis zu ‚The Ting Tings’ ist für jede Altersgruppe etwas dabei.

Schon zwei Monate vor dem Riesenspektakel wird fleißig angefangen, die Nummern einzustudieren. Die Musikstücke müssen gefunden und zugeschnitten werden und die Choreographie muss inszeniert werden - erst dann kann man anfangen, sie den Läufern beizubringen. Auch bei Folgendem ist Hilfe von elterlicher Seite gefragt: Die Mütter nähen die Kostüme und helfen am Weihnachtszauberabend in den Kabinen. Es wird geschminkt, die Frisuren werden zurechtgemacht, die Kostüme werden gewechselt. Auch an der Bande zwischen den Auftritten werden die kleinen Eissterne von Müttern mit Essen und Trinken versorgt. Hinter der Bühne passen die Trainer auf und bereiten die Teilnehmer auf ihren großen Moment vor. Auch die Väter treffen sich schon einige Wochen vorher, um die Kulissen und weitere Accessoires herzustellen und zu bauen. Diese müssen am Weihnachtszauberabend auch noch aufgebaut werden. Das aufwändige Event auf dem Eis lohnt sich zu sehen.

Von Annika Reetz, 8c, Gymnasium Schwertstraße

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