HILFSAKTION Die Zahl der großzügigen Spender steigt stetig.
Wie auch schon in den vergangenen Jahren, startete die Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ wieder, dieses Jahr schon zum 14. Mal und ging am 15. November zu Ende. Jeder konnte mitmachen und ein Päckchen für bedürftige Kinder packen, einen einfachen Schuhkarton bekleben, bemalen und kleinen Geschenken wie Spielsachen, Kleidungstücken, Süßigkeiten (bitte keine Gelatine!), Schulsachen, Hygieneartikel (wie Zahnbürsten) und auch persönlichen Grüßen wie einem Foto einpacken. Es wurde darum gebeten, die Schuhkartons vorher mit Aufklebern zu versehen, die man sich im Internet unter http://geschenke-der-hoffnung.org herunterladen kann. Dann kann man einfach ankreuzen, ob das Päckchen für ein Kind zwischen 2 bis 4; 5 bis 9 oder 10 bis 14 Jahren gedacht ist. Das Geschenk soll mit einem Gummiband verschlossen werden und kann mit 6 Euro (für die Transportkosten) an einer Sammelstelle (Familie Mies; Schaberger Straße 90; 42569 Solingen) abgeben werden.
Die Kartons werden erst wegen des Zolles kontrolliert und dann in einem von 15 Ländern, zum Beispiel Armenien, Serbien, Bulgarien, Polen, Ukraine, Kosovo, Kroatien, Westjordanland, Russland, Weißrussland verteilt. Die Bürgermeister und Kirchen verschiedener Städte gaben an, wie viele bedürftige Kinder es in einer Stadt gab und wie viele Schuhkartons benötigt würden. Vor Ort wurden außerdem noch Heftchen mit Weihnachtsgeschichten verteilt, die kindgerecht erzählt sind.
Viele Menschen reagieren jedoch negativ: Sie meinen, dass es keine nachhaltige Entwicklungshilfe gibt und umweltfreundlich seien die Transporte der Geschenke auch nicht. Die Zahl der abgegebenen Päckchen ist in den letzten Jahren gestiegen: 2006 wurden fast 433 000 deutsche Päckchen abgegeben, letztes Jahr waren es schon 507 000 Kinder, die sich über ein Geschenk freuen konnten.
In Solingen wurden dieses Jahr etwa 90 Päckchen gespendet, von denen auch 40 aus der Kindertagesstätte „Rappelkiste“ kamen. Die Organisation wurde 1950 unter dem Namen „Billy Gaham Evangelistic Assocaiation“ in England gegründet und das erste Ziel war es, den christlichen Glauben zu verbreiten.
1963 ist die Organisation nach Frankfurt gekommen und wurde dort 2001 in „Geschenke der Hoffnung e.V.“ umbenannt. Als die wichtigsten Punkte gelten heute Hilfe für die Kinder, Flüchtlings- und Katastrophenhilfe, Hilfe zur Selbsthilfe und die medizinische Versorgung der Kinder - doch so viel können die Pakete natürlich nicht erreichen. Deshalb wird auch um Geldspenden an das Spendenkonto gebeten (Kontonummer 104 102; Postbank Berlin; BLZ 100 100 10). Und im Oktober nächsten Jahres können dann wieder Schuhkartons für bedürftige Kinder in Not gepackt werden.