Snippets
Snippets
18.02.2010 14:57
Drucken Vorlesen Senden
Stress hinter der Bühne

Am Samstag, den 7. November 2009 und Sonntag, den 8. November 2009 fand im Theater- und Konzerthaus das 22. Solinger Tanzfest statt. Dort begeisterten die Gruppen mit ihren Tänzen viele Zuschauer. Jacqueline F. (15), Tänzerin der Ballett- und Bühnentanzschule Angel Blasco, macht seit 11 Jahren Ballett und tanzte mit ihrer Gruppe. Sie tanzte fünf Tänze in fünf verschiedenen Blocks, das sind Abschnitte des Tanzfestes; die Wartezeit nutzte sie, um sich auf den nächsten Tanz vorzubereiten. Seit vier Monaten trainiert sie für das Tanzfest und doch ist es aufregend für sie. Wenn die Techniker sie und ihre Gruppe hinter die Bühne rufen, wächst die Aufregung. „Das geht aber wieder weg, sobald man auf der Bühne steht und die Musik anfängt“, so Jacqueline.

Auch Anna M. (35) machte mit, sie tanzte Samstag und Sonntag, was zeitweise auch stressig sein kann. Bei ihrer Tanzpartnerin lockerte sich kurz vor dem Auftritt die Frisur, Anna half ihr, sie neu zu machen. Die Frisur von Jacqueline F. löste sich während des Auftritts. Sie blieb ruhig, tanzte einfach weiter. „Man muss so tun, als wäre nichts passiert, auch wenn man sich vertut“, verriet sie später. Weiter erzählte sie, dass ihre Freundin am Sonntag ausfiel, sie war krank geworden. Die Gruppe hatte Glück und konnte die Aufstellung lassen, wie sie war. In vergangenen Jahren hatten sie aber auch schon Pech und mussten 10 Minuten vor dem Auftritt die ganze Aufstellung ändern. „Es macht Spaß, den Menschen zu zeigen, was man mit dem Körper alles machen kann“, antwortete sie auf die Frage, warum sie mitmache. Doch die Tänzer sind auch stolz, wenn alles gut geklappt hat. Sie möchten, dass es dem Publikum gefällt.

Ohne Techniker geht nichts.

Sie rufen die Gruppen hinter die Bühne, kümmern sich um die Musik und die Beleuchtung. Wenn die Techniker ausfallen, herrscht Chaos. Sie kommunizieren, wann die Gruppen fertig sind, damit das Licht und die Musik zur richtigen Zeit angemacht werden. Damit das überhaupt funktioniert, erstellen die Gruppen einen Lichtplan, wann welches Licht mit welcher Farbe angeht.

Das besondere am Tanzfest ist, dass „Solinger Gruppen die Möglichkeit haben, vor Publikum aufzutreten“, so Herr Brems, Moderator des Tanzfestes. Durch die „Vielfältigkeit der Tanzarten wird es nie langweilig“, so Brems weiter. Man kann das Tanzen nicht vergleichen, es drückt etwas aus, ohne dass jemand etwas dazu erklärt. Tanz sei eine interessante Art von Kreativität, er drücke das reale Leben aus, meint Herr Brems. Der Moderator freut sich schon auf das 23. Solinger Tanzfest im nächsten Jahr.

Von Luisa Henke, 8c, Gymnasium Schwertstraße

ZiSch