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18.02.2010 14:53
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„Sie hat es verdient“

„Vergesst nie an euch selber zu denken!“, predigt die zweifache Mutter ihren Kindern täglich. Doch genau sie denkt nur an ihre Familie und an ihre Bekannten, nimmt sich keine Zeit für sich selbst und arbeitet nur. Das heißt „schlechte Laune“. Es gibt derzeit etwa 22 Millionen Hausfrauen, davon etwa 15 Millionen „Nur-Hausfrauen“ in Deutschland, zwei Drittel aller Mütter mit minderjährigen Kindern sind berufstätig. Jede fünfte Frau ist der Studie zufolge vollzeitbeschäftigt, 40 Prozent Teilzeit.

Sarah, ihre Tochter, geht zur Gesamtschule Solingen in den neunten Jahrgang, ihre Aufgabe für die nächste Woche ist es, eine gute Tat zu tun, die weiter gegeben werden soll. Sarah denkt direkt an ihre Mutter, also nimmt sie ihr für einen Tag die Arbeit ab: Das Haus putzen, Wäsche waschen, bügeln, Staubsaugen, kochen, die oberste Wohnung renovieren (mit Hilfe von ihrem Vater) und das Haus weihnachtlich dekorieren. Gegen 16 Uhr steht das Essen auf dem Tisch - „Nudelauflauf“ - da klingelt es auch schon an der Haustür. Sarahs Mutter kommt mit einem verwirten, nachdenklichen Blick die Tür rein. „Hm, hier riecht es aber gut.“ Als sie sieht, dass die Arbeit schon erledigt ist, die sonst immer liegen bleibt, bis sie heimkommt, und der Tisch mit Nüssen, Zimtstangen, Spekulatius und getrockneten Apfelsinen geschmückt ist, erkennt man in ihren Augen Erleichterung. Sie nimmt ihre Tochter in den Arm und bedankt sich mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Das war alles was ihre Tochter erreichen wollte. Den restlichen Tag verbringt Sarahs Mutter auf dem Sofa, macht sich ein Fußbad und kann sich endlich einmal wieder um sich selbst kümmern.

Meine Mutter rechnete nie damit, dass ich in der Lage bin so eine Aktion durchzuführen.

Von Sarah Lange, 9AE, Gesamtschule Solingen

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