SCHULE Viele Jugendliche haben keine Lust, zur Schule zu gehen.
Die Zahl der Schulverweigerer bei Kindern und Jugendlichen ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Ein Hauptgrund dafür seien nach Aussage von Marcus R., veraltete Ansichten der Lehrer in Bezug auf den Lehrstoff, der wenig realitätsnah sei. Zudem ist von Seiten vieler Schüler zu bemängeln, dass die Lehrer nur wenig Verständnis für die Sorgen und Probleme gerade bei pubertierenden Jugendlichen im Alter von 12 Jahren bis 17 Jahren aufzeigen würden.
Außerdem wäre die Problematik bei Schulverweigern oftmals im Elternhaus begründet.
Ein weiterer Grund für Schüler vom Unterricht fern zu bleiben, sei die schlechte Zukunftsperspektive, die gerade bei Hauptschülern benannt worden ist. Aus diesem Grunde beenden viele vorzeitig ihre Schullaufbahn, da sie einen weiteren Schulbesuch als „unnötigen Zeitvertreib“ ansehen.
Marcus R., macht in dem Interview darauf aufmerksam, dass er im Nachhinein seine Vergangenheit als Schulverweigerer bereut. Darüber hinaus zeigt er den Jugendlichen auf, dass private Probleme nicht durch Schulverweigerung gelöst werden, sondern die Schüler gerade dann die Institution Schule als Möglichkeit ansehen sollten, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Denn dort können ausgebildete Sozialarbeiter den Schülern, Auswege und Perspektiven aufzeigen und gemeinsam mit den Schülern Lösungsstrategien erarbeiten.
Marcus R. spricht offen und gerade heraus an, was viele Schulverweigerer als Grund zum Nichterscheinen im Unterricht angeben. Zum anderem befürwortet er auf jeden Fall, die Schullaufbahn mit einem Abschluss zu beenden, da dies der Grundstein für alle weiteren zukunftsorientierten Maßnahmen im Leben eines Menschen bildet.