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18.02.2010 14:49
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Schützenvereine und Amokläufe

Diskussionen über die Verschärfungen des Waffenrechts kommen immer häufiger vor. Der Grund dafür sind Amokläufe. Der Vater des Amokläufers von Winnenden ist Mitglied eines örtlichen Schützenvereins und hatte seine Waffen und Munition nicht verschlossen aufbewahrt. Jetzt soll der private Besitz von Waffen erschwert werden. Die Altersgrenze für das Schießen mit großkalibrigen Waffen soll auf 18 Jahre angehoben werden.

Hintergrund des verschärften Waffenrechts ist der Amoklauf von Winnenden. Amokläufe können überall passieren, aber taugen die Notfall-Pläne? Wie sicher sind unsere Schulen? In Berlin und NRW hat jeder Schulleiter einen orangefarbenen Notfallordner Schulleiter Ulf Redwanz aus Berlin: „Ich kenne den Notfallplan auswendig. Denn falls wirklich mal an meiner Schule einer Amok läuft, ist keine Zeit, sich das durchzulesen.“ In Baden-Württemberg wurden an jeder Schule Krisenteams gebildet, bestehend aus Sanitäter, Sicherheitsbeauftragter, Pressesprecher und Kontaktperson für Eltern. Mit der Polizei entwickelten Lehrer und Schüler einen genauen Plan. So setzte in Winnenden ein Schüler - kurz nach den ersten Schüssen - sofort einen Notruf ab. Nur zwei Minuten später war der erste Streifenwagen am Tatort.

Werden Amokläufer durch Schützenvereine zu Gewalttaten angeregt? Machen Schützenvereine überhaupt Spaß? Manche Leute denken, im Schützenverein tummeln sich die ganzen Spinner, die am liebsten auf Tiere schießen würden und sich dort „abreagieren“ wollen. Was ist dran an diesen Vorurteilen? Ein Mitglieder eines Schützenvereins antworteten auf diese Fragen: „Amokläufer werden nicht durch Schützenvereine zu Gewalttaten angeregt, es ist Mobbing oder Einsamkeit die die Amokläufer dazu bringt. Schützenvereine machen Spaß, natürlich ist es auch sehr gesellschaftlich. Schützenvereine sind zu einem Teil traditionell und zum anderen Teil sportlich. Beim Schießen konzentriert man sich eher, als das man sich abreagiert, denn das Bild, das die Gesellschaft von Schützenvereinen hat, stimmt nicht mit dem richtigen überein.“

Von Tobias Ohliger, 8a, Albert-Schweitzer-Schule

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