Mobbing Immer mehr Leute werden zu Mobbing-Opfern.
An vielen Schulen gibt es so genannte Mobbingopfer, die von ihren Mitschülern wie Luft behandelt werden, systematisch auf Dauer lächerlich gemacht oder sogar körperlich verletzt werden.
Das alles ist Mobbing und kann seine Opfer sowohl psychisch als auch physisch schwer belasten. Die Kinder- und Jugendpsychiaterin Frau Doktor Bergit J. weiß, was man dagegen tun kann.
Wodurch entsteht Mobbing?
Frau Doktor Bergit J.: Man muss erstmal sagen, dass Mobbing etwas mit der gesamten sozialen Situation zu tun hat. Es gibt zwei verschiedene Theorien, wodurch Mobbing entsteht. Die erste Theorie kann man gut an Schulen erkennen, in denen Streitschlichter und andere Ansprechpartner fehlen. Mobbingopfer haben so niemanden in der Schule, an den sie wenden könnten. Die zweite Theorie besteht darin, dass die Stimmung zum Beispiel zwischen Schülern schlecht ist, wodurch wiederum einige etwa durch Konkurrenzkampf ausgeschlossen werden.
Gibt es Leute, die öfters gemobbt werden, als andere - mehr Jungen oder mehr Mädchen?
Frau J.: Es gibt zwei Opfertypen: Einmal die stillen, zurückhaltenden, die meist auch schlechtes Deutsch sprechen und einmal die aggressiven und unfairen. Auch hier spielen wieder die wichtigsten Rollen die Stimmung und das Verhältnis zu anderen. Mädchen werden in der Tat öfters gemobbt als Jungs. Hinter den Mobbern stehen meist viele weitere Schüler, die die Meinung vertreten.
Was kann man gegen Mobbing tun, ohne Gefahr zu laufen, selber gemobbt zu werden?
Frau J.: Man sollte versuchen, so viele Leute hinter sich zu stellen, wie nur möglich, damit man hinterher nicht selber gemobbt wird. Opfersein heißt auch, dass man die Rolle annimmt, ohne sich zu wehren und gerade das sollte man nicht tun.
Wie kann man sich am besten vor Mobbing schützen?
Frau J.: Wie gesagt sollte man viele Leute hinter sich haben, selbstbewusst sein, dumme Sprüche ignorieren und diese auch nicht ernst nehmen. Wenn man wirklich sehr schlimm gemobbt wird, sollte man sich an die Lehrer und auch an die Eltern wenden.
Gibt es Stellen, an die man sich wenden kann, wenn man Fragen zu Mobbing hat?
Frau J.: Es gibt besonders viele Stellen im Internet, an die man sich wenden kann. Zu empfehlen ist auch die „Nummer gegen Kummer“. Die immer noch am leichtesten erreichbaren Helfer oder Ansprechpartner sind die Eltern.
Kann man Mobbing mit Gruppenzwang gleichstellen und kann daraus ein Gedanke zum Amoklauf entstehen?
Frau J.: Es könnte sein, dass Mobbingopfer so starke Depressionen bekommen, dass sie an einen Amoklauf oder Suizid (Selbstmord) denken könnten. Im Normalfall gehen die Mobbingopfer jedoch zu Psychiatrien, in denen ihnen geholfen wird. Mobbing ist eine Art von verstärktem Gruppenzwang, wobei derjenige gemobbt wird, der nicht mit der Gruppe ’’mitläuft’’.
Von Larissa Dolasek, Eileen Rohde und Melanie Ebner, 8a, August-Dicke-Schule