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18.02.2010 14:53
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Mit kleinen Taten großes bewirken.

Klappt es oder klappt es nicht? Die Solinger Schüler aus der Gesamtschule Solingen wollen die ganze Welt verbessern. Die Schüler Andy Haacken und David Schmidt haben nun auch eine gute Tat vollbracht. Am Dienstag den 08. Dezember 2009 haben sie die Idee, einer älteren Dame beim Einkaufen zu helfen. Sie stehen am Rewe in Solingen Widdert bei der Haltestelle Wittenberg. Erstmal trauten sich die älteren Leute nicht, die Hilfe anzunehmen, doch nach einiger Zeit funktionierte es mit der 64-jährigen Roswita Friedrich. Sie ist ziemlich begeistert über diese Aktion und meinte „So soll die heutige Jugend schon sein“. Als sie in den Laden ging und Sachen auswählte, war sie sehr bescheiden, denn sie musste den Einkauf ja noch tragen können. Doch als sie raus kommt meinen die Schüler „Sie können doch mehr einkaufen, wir tragen es ihnen bis zu Wohnung.“

Frau Friedrichs kauft dann mehr, um nicht noch mal in der Woche losziehen zu müssen. So nimmt sie Butter, einen Kasten Wasser und vieles für die Enkel mit. Als sie rauskommt, nehmen die beiden Schüler direkt alle Tüten und tragen sie in Begleitung von Roswita nach Hause, zum 1km entfernten Brühl. Auf dem Weg redet sie lange mit den Schülern. Am meisten über ihre Enkel, Annika und Moritz, beide 14 Jahre alt und Zwillinge. Sie betont „So hilfsbereit war noch niemand zu mir, der mich nicht kennt.“

In mehreren Internetforen kann man nachlesen, dass ältere Menschen die mangelnde Hilfsbereitschaft der Jugendlichen kritisieren. Kommentare wie der von herbert45, „Die heutige Jugend ist respektlos und arrogant. Zu meiner Zeit hatte man noch Achtung vor dem Alter“, sind auf vielen Seiten zu finden. Ebenso beschweren sich auf den Jugendforen die jungen Menschen über die „Intoleranz“ der Älteren.

Als die drei mit ihren Tüten bei Roswitas Haustür ankommen, bringen wir die Sachen nach oben in den zweiten Stock. Frau Friedrich bedankt sich nochmals herzlich. Die Schüler geben ihr nun den Zettel, wo die Infos über die Aktion drauf steht. Roswita meint, dass es eine sehr gute Idee von der Zeitung ist und sie auf jeden Fall die Aktion weiterführen wird. Eine Idee, an wen sie es weiterleiten kann, hat sie auch schon. Mehr will sie den Schülern nicht sagen. Am Schluss meint sie noch „Das sie noch nie so überrascht war von der Jugend.“ Die Schüler sind sehr erstaunt, dass man mit so einer Kleinigkeit Leute so verblüffen kann. Als die Schüler sich verabschieden und das Haus verlassen, ruft Roswita aus dem Fester: „Kommt mal schnell zurück.“ Als die Schüler wieder vor der Tür im zweiten Stock stehen, gibt sie jedem einen Weihnachtsmann von Milka. Auch den haben die Schüler getragen.

Zuhause als sie bei dem Schüler David Schmidt sind, gucken sie. Deshalb soll die Stadt Solingen eine Hilfsbedürftige Aktion für ältere Menschen durchführen, um somit den Respekt und die Freundlichkeit an ältere Menschen wiederzuholen und hoffen, dass es manchen die Augen öffnet. Andi und David hoffen, dass diese Reportage Andere dazu bewegt, etwas Gutes zu tun.

Von Andreas Haacken und David Schmidt, 9AE, Gesamtschule Solingen

ZiSch