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18.02.2010 14:49
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„Maskottchen“

Das Buch Maskottchen erzählt die spannende Geschichte von Alexander Kurzem, verfasst von seinem Sohn Mark Kurzem.

Weisrussland: Als die Deutschen und das Lettische 18. SS Bataillone am 20. Oktober 1941 in einem Russischem Dorf namens Koidanow (in der Nähe von Minsik) einfallen, werden alle Jüdischen Familien erschossen. Doch ein kleiner jüdischer Junge (5 Jahre) flieht, in der vorigen Nacht, weil er eine Vorahnung hat. Er versteckt sich am Waldrand seines Dorfes, wo er die Erschießung seiner Familie und anderer Jüdischer Familien mitbekommt. Er lebt viele Monate im Wald - um zu überleben plündert er Leichen von Soldaten aus. Eines Abend sieht er ein Haus, was er schon öfter beim Durchstreifen des Waldes gesehen hat. Diesmal geht er in das kleine Häuschen hinein - dort lebt eine alte freundliche Frau, die ihn pflegt und durchfüttert. Eines Abends kommt ihr Sohn nach Hause. Als er den kleinen Jungen sieht, merkt er dass er ein Jude ist und packt ihn und schleppt ihn zu der nächsten Polizeistation in Stolbisi. Am nächsten Tag soll er mit anderen Juden in einer Schule erschossen werden, doch mit dem Spruch: „Kann ich noch etwas Brot haben?”, rettet er sich. Ein Feldwebel Namens Kulis guckt, ob er beschnitten ist, verschont ihn aber und erzählt seinem Regiment, dass er ein russischer Waise ist. Sie machen ihn zu ihrem Maskottchen und geben ihm einem neuen Namen - Uldis Kurzemnieks - und lassen für ihn eine hellblaue SS-Uniform schneidern. Er geht mit ihnen eineinhalb Jahre lang auf Patrouille und er muss sie bei Laune halten. Sie benutzen ihn als Köder für Vergewaltigungen und Massenmord und geben ihm immer wieder Alkohol. Er ist ihr Maskottchen aber er darf sich nicht verplappern. Außerdem sind sie seine einzigen Bezugspersonen. Er muss sich ihre Massenmorde an Juden und Zerstörungen von Synagogen ansehen. Er wird durch die Lettische Zeitung berühmt - später drehen sie sogar ein Propaganda-Film über ihn. Er lebte einige Zeit bei einem Ober Offizier namens Lobe - später stellt sich heraus, dass der Oberst einer der größten lettischen NS-Verbrecher war, der spät nach dem Krieg von den Russen zu Tode verurteilt werde sollte. Später lebt er bei der Familie Dzenis, einem reichem industrielleren Schokoladen-Fabrikanten in Riga. Herr Dznis hat zwei Kinder und eine sehr nette Frau, die er immer Tantchen nannte. Doch sein Geheimnis muss er immer noch für sich behalten . Als der Krieg vorbei war, flüchteten sie nach Australien wo sich ihre Wege trennten, doch seine Vergangenheit holte ihn wieder ein, er soll Lobe decken .

Doch das Buch besteht nicht nur aus dieser Erzählung, sondern es wir auch davon berichtet, wie Alex Kurzem diese Geschichte mit Hilfe von seinem Sohn aufarbeitet, wie er auf die Spurensuche geht, sein Dorf findet und sogar in lettischen Archiven einen Film findet.

Von Max Huber, 8, Bergische Ganztagsschule

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