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18.02.2010 14:55
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Krieg der Nachbarn

Wer kennt das nicht, die Nachbarn gehen einem wieder einmal auf die Nerven. Mit laut aufgedrehter Musik geht das sehr schnell. In manchen Fällen, wo miteinander reden nicht mehr hilft, bleibt nur der Gang zur Schiedsstelle. Dort wird ein Sachverständiger auf den Fall angesetzt. Wenn dieser keine Einigung herbeiführen kann, können die Nachbarn einen Prozess vor Gericht anstreben. Der Verlierer des Prozesses muss die Gerichtskosten tragen, das ist grundsätzlich so. Nach einem Prozess sind die Streitigkeiten manchmal trotzdem nicht beigelegt, die Fronten sind verhärtet. Jeder beharrt auf sein „Recht“ die nächsten Gerichtstermine folgen. Es kommt auch immer öfter vor, dass die Polizei kommen muss, da sich die Nachbarn prügeln. Bei diesen Prügeleien kommen Fäuste, Steine und sogar Baseballschläger zum Einsatz. Extreme Fälle, wie zum Beispiel in Frankreich, zeigen die erschreckende Bereitschaft zur Gewalt: Ein Mann begeht einen 4-fachen Mord an einer Familie in der Nachbarschaft, weil diese ihn mit ihrer lauten Musik genervt hat. In London fischte eine Rentnerin, die teuren Koi-Karpfen ihrer Nachbarn aus dem Teich, legte sie auf den Grill und hat diese dann verzehrt. Die Fische hatten einen Wert von mehreren tausend Euro. Die Nachbarn zeigten die Frau an. Am Ende des Prozesses, musste die Rentnerin den Nachbarn die Fische ersetzen.

Eine andere Form von „Gewalt“ ist die ständige Beobachtung, die sogar mit der Kamera vollzogen wird. Durch diese Aufdringlichkeit, fühlen sich die betroffenen Nachbarn in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher. So etwas passiert am häufigsten in großen Mehrfamilienhäusern. Dort leben mehrere Parteien aus verschiedenen Kulturen und unterschiedlichen Alters. Dies führt unweigerlich zu verschiedenen Ansichten und Gewohnheiten. Das Hauptproblem ist die Intoleranz der Menschen. Wenn jeder ein bisschen Verständnis für den anderen aufbringen würde, gäbe es weniger Streitereien. Bevor man zu gewalttätigen Mitteln greift, sollte man das Gespräch mit der anderen Partei suchen. Meistens beruhen Nachbarschaftsstreitigkeiten auf ungeklärten Missverständnissen, die man im Gespräch klären könnte.

Von Niels Kok und Jan Vollmann, 8e, Friedrich-Albert-Lange-Schule ZiSch