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30.11.2011 10:20
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Kind mit Tumor geboren

Von Monika Krebs

Die Freude über die Geburt ihres ersten Kindes währte für Sandra L. (der Name ist von der Redaktion geändert) nur kurz: Der Schock: Das kleine Mädchen kam mit einem Tumor im Brustkorb zur Welt. Mit einem bösartigen, wie sich bald herausstellen sollte. Das war vor 17 Jahren.

Die Sorgen um ihre Tochter haben Sandra L. bis heute nicht verlassen. „Das Schlimmste waren die ersten Lebenswochen meines Kindes“, sagt die Mutter. „Im Alter von drei Wochen bekam das Kind die erste Chemotherapie, mit neun Monaten wurde es zum ersten Mal operiert. Ihre ersten fünf Lebensjahre hat meine Tochter überwiegend im Krankenhaus verbracht.“ Weitere Operationen waren nötig. „Meine Tochter hatte keine richtige Kindheit.“

Sandra L. hat versucht, ihrem Mädchen so gut wie möglich beizustehen, sie in der Klinik nicht allein zu lassen. Darunter litt ihr zweites Kind. „Irgendwann ging alles kaputt“, sagt sie zurückblickend. „Die Beziehung, das Verhältnis zu den Kindern. Ich spürte, dass ich beiden nicht so gerecht werden konnte, wie es nötig gewesen wäre. Als sich dann auch noch Todesfälle in der Familie ereigneten, ich für die beiden Kinder allein verantwortlich war und mit Jobs versuchte, für den Lebensunterhalt zu sorgen, kam das Aus: Ich bin zusammengeklappt.“

Nun musste sie selbst ins Krankenhaus und in psychotherapeutische Behandlung. Sie wurde in Rente geschickt.

Ihr Leben hat Sandra L. wieder in den Griff bekommen. Sie hat einen neuen Partner gefunden, der Sohn will das Abitur machen, die schwerbehinderte Tochter lebt zwar in einem Heim in einer Wohngruppe. Doch sie braucht die Zuwendung der Mutter nach wie vor.

Dreimal musste die 17-jährige in diesem Jahr bereits in einer Spezialklinik operiert werden. „Das ist jedes Mal eine große Sorge mit ungewissem Ausgang. Auch wenn sich meine Tochter schon ein wenig abgenabelt hat“, sagt Sandra L., „in solchen Krisenzeiten braucht sie mich immer noch.“ Und dann werden die nicht unerheblichen Fahrtkosten zu einem Problem.

Menschen mit einem besonderen Schicksal, die ihren Problemen nicht ausweichen können, liegen der Kette der helfenden Hände besonders am Herzen. Ihnen mit einer gezielten Zuwendung das Gefühl zu geben, dass sie mit ihren Sorgen nicht alleine sind, das will die Tageblatt-Wohltätigkeitsaktion auch in dieser Adventszeit erreichen.

Wenn Sie dabei mithelfen wollen, können Sie das mit einer Spende an die Kette der helfenden Hände auf das Sonderkonto 27 102 bei der Stadt-Sparkasse Solingen (BLZ 342 500 00).