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13.12.2011 17:14
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Junge Reporter im Einsatz

Mit Stift, Block und Fotokamera ausgerüstet haben vier Jungs der Friedrich-Albert-Lange-Schule den Kabelmesswagen der Stadtwerke unter die Lupe genommen.

Im Rahmen des Projektes „Zeitung in der Schule“ (ZiSch) löcherten sie die Kabelmesstechniker mit ihren Fragen. „Was passiert denn, wenn es einen Stromausfall gibt?“, wollten die Jungs zuerst wissen. Das konnten sie gleich selbst ausprobieren. Extra für den Besuch hat das Stadtwerke-Team eine Störstelle nachgebaut – das defekte Kabel verlief in dem Fall ober- statt unterirdisch, damit die Schüler das Prozedere ganz genau unter die Lupe nehmen konnten.

Mit Bodenschallmikrofon die Schadstelle orten

Für 2000 Kilometer Kabel im Boden ist das Team verantwortlich. Fällt der Strom aus, rückt es aus und muss die Ursache finden. Dass ein Bodenschallmikrofon sogar leiseste Schritte registriert, konnten die Besucher gleich mit dicken Kopfhörern auf den Ohren erleben. Als die Kabelmesstechniker Michael Kelinski und Martin Olbrisch dann noch Funken aus dem Demonstrationskabel fliegen ließen, war der journalistische Ehrgeiz endgültig geweckt. „Davon mache ich ein Foto“ – schon zückte Dorian Wöstmann (13) die Kamera und hielt auf das schwarz-verschmorte Loch im Kabel.

Die Aktion: Keinesfalls ein lustiger Effekt für die jugendlichen Besucher. Das Gleiche passiert unterirdisch beim Störfall. Vom Messwagen aus wird Spannung durch die defekte Leitung geführt. Eine Art Kurzschluss löst einen Knall an der kaputten Stelle aus, den das Bodenschallmikrofon orten kann. So lässt sich die Schadstelle finden. Erstaunt hörten die Teenager, dass der Messwagen – voll ausgestattet mit moderner Technik – etwa 300 000 Euro gekostet hat. Auch an Arbeitsschutz denken die Jungs und fragen nach der Kleidung der Messtechniker. Spezielle schwer entflammbare Anzüge, Helm und Sicherheitsschuhe gehören dazu.

Resümee der Nachwuchsreporter: „Das haben die richtig interessant und gut erklärt“, sagte Dennis Haustein. Mit Julian Neumann, Dorian Wöstmann und Leonard Conradt (alle 13) grübelt er auf dem Heimweg, wie aus den interessanten Informationen eine schöne Reportage für die ZiSch-Ausgabe im Tageblatt werden könnte. cbi