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18.02.2010 14:54
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Einen Nachmittag Holz stapeln

Es ist eiskalt an jenem nebligen Dezembernachmittag, als ich eine schweißtreibende Arbeit übernehme. Ich helfe der besten Freundin meiner Mutter, Monika, beim Stapeln von Holz. In dieser Jahreszeit ist es schon richtig eisig und so ist es auch an diesem Abend. Aber wie heißt es so schön: „Der Zweck heiligt die Mittel“ und so begebe ich mich ans Werk.

Auf Paletten liegt das Holz vor der Garagenwand. Von dort gilt es nun die vielen Raumeter (dies ist die Einheit in der man eine Menge Holz misst) wegzuschleppen und auf der Terrasse unter dem schützenden Dach zu stapeln. Dies alles geschah in Widdert, einem kleinen Stadtteil von Solingen, der am Stadtrand liegt. Hier kennt jeder jeden und man hilft sich gegenseitig. Zu Sankt Martin wird hier auf einem der Bauernhöfe ein großes, wärmendes Feuer entfacht, zu welchem jeder etwas Brennbares mitbringt. Dies hatte Monika auch mit einem Teil des Holzes vor. Dieses Holz musste ich letztendlich nicht mehr stapeln, denn es wurde ja sowieso verbrannt.

Im Winter kann es in Widdert sehr kalt werden. Es liegt etwas abgeschieden, sodass es bei Schnee schwer zugänglich ist. Deshalb sollte hier jeder einen Kamin haben. Dies alles geht mir durch den Kopf, während ich Holzscheit für Holzscheit ordentlich unter dem Dach schichte. Meine Hände sind, trotz der Handschuhe, vor Kälte kaum noch zu spüren. Niemals habe ich etwas Ähnliches gemacht. Aber ich beiße die Zähne zusammen. „Da musst du jetzt durch“, denke ich mir. Es ist ja für einen guten Zweck.

Nach einer ganzen Weile, die mir wie eine Ewigkeit erscheint, ist das Holz umgeschichtet. Die Ecke, wo das Holz gelegen hat, kehre ich dann fein säuberlich, sodass nichts mehr von der alten „Lagerstätte“ erkennbar ist.

Von Monika werde ich noch auf einen Kakao und Kekse eingeladen. „Was war das noch mal für eine Aktion?“, will Monika wissen. „Die Aktion heißt Glück-Lichter“ kläre ich sie auf. „Es ist eine Aktion der Gesamtschule Wupperstraße, deshalb die ganze Anstrengung. Die Idee besteht darin, dass sich eine Kette guter Taten bilden soll und dass die Aktion von einem, dem Gutes wiederfahren ist, an einen anderen weiter gereicht wird, dem dann wieder dieser etwas Gutes tut.“

Nach ein paar weiteren Keksen beschließen Monika, Michael, ihr Mann und ihr Sohn Fabian, dass ich noch bis zum Abendessen bleiben darf. Ach ja, wie kam ich überhaupt darauf, gerade Monika für die Glück-Lichter Aktion auszuwählen? Nun, Monika ist Alten- und Krankenpflegerin und arbeitet im Schichtdienst. Sie ist immer im Stress - um rechtzeitig bei ihren Patienten zu sein und sie zu versorgen, muss alles in einem engen Zeitplan organisiert sein. Außerdem ist die Arbeit anstrengend. Ich fand, sie hätte wirklich mal Hilfe und Unterstützung verdient.

Am Ende des Tages war ich wirklich zufrieden mit dem Erreichten und Monika meinte nach dem Abendessen in die kleine Runde hinein: „Das war eine tolle Unterstützung von Dir, Andre. Man müsste solch eine Aktion nur mal öfter machen.“

Von Andre Lazar, 9AE, Gesamtschule Solingen

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