GLÜCK-LICHT Die Gesamtschule Solingen hatte eine gute Idee.
Warum die Welt nicht einfach mal besser machen? Warum sollte man es nicht einfach mal versuchen? Eine gute Idee, dachten wir, die Schüler und Schülerinnen des 9. Jahrgangs der Gesamtschule Solingen uns und starteten zusammen mit unseren Deutschlehrerinnen die Aktion Glück-Lichter. Aber wie sollte man die Welt verbessern? Einfach Staatsoberhaupt werden geht ja nicht von heut auf morgen. Also dachten wir uns, wir tun einer Person etwas Gutes.
Wir gingen alleine oder zu zweit los, um unseren „auserwählten Leuten“ den Glück-Lich-ter Strahl zukommen zu lassen. Es gab viele Ideen und Anregungen. Manche halfen auf dem Schulhof als Streitschlichter, andere halfen beim Schrank-aufbauen und wiederum andere unterstützen allein erziehende Mütter beim Babysitten.
Wir entschieden uns einem Seniorenehepaar etwas unter die Arme zu greifen, da wir der Meinung waren, dass die beiden schon genug für andere tun und daher einmal gut Unterstützung im Haushalt gebrauchen können.
Bevor wir ihnen von der Aktion berichten, werden wir zu einem deftigen Mittagessen, im gemütlich eingerichteten Wohnzimmer eingeladen.
Eigentlich sind die beiden etwas enttäuscht, als wir ihnen sagen, dass wir ihnen helfen wollen, weil wir denken, dass die beiden das körperlich nicht mehr alleine schaffen. Allerdings sind sie auch froh, einmal Hilfe angeboten zu bekommen. „Wir sind aber noch fit“, betonte Ruth. Die beiden machen Sport in allen Variationen.
Eine Umfrage in der Schweiz ergab 2008, dass sich eine Mehrheit der Rentner nicht in die Gruppe der „älteren Menschen“ einstuft. Viele Aktivitäten, die früher nur jüngeren Erwachsenen zugetraut wurden, werden heute von älteren Menschen ausgeübt. „Aber die Welt wird alt“, bemerkt Günter.
Den beiden zu helfen, ist eine spannende Idee. Sie können die Hilfe gut gebrauchen und freuen sich sehr, als sie uns, bei dem gemeinsamen Staubsaugen, etwas aus ihrer Jugend erzählen können. Aber mit dem Staubsaugen war es noch nicht getan. „Jetzt wo ihr einmal dabei seid, könnt ihr mir auch gleich noch ein bisschen beim Gardinen-Aufhängen helfen.“ Wir freuten uns, dass Ruth nun kein schlechtes Gewissen mehr hat, die Hilfe anzunehmen. Sie ist es gewöhnt, dass Sie im Haushalt normalerweise keine bekommt. Günter holt uns die kleine Leiter aus dem Keller, Ruth gibt uns die Gardinen an und schon sind wir fertig.
„Es war ein sehr schöner Nachmittag mit viel Spaß. Wir wünschen noch viel Glück für die Aktion“, mit diesen Worten verabschieden die beiden uns und gehen strahlend in ihre Wohnung zurück. Uns hat die Aktion gezeigt, dass man mit kleinen guten Taten manchen Menschen einen unvergesslichen Nachmittag oder ein paar wundervolle Stunden schenken kann. Auch wenn wir an diesem Nachmittag, die Welt nicht im großen Stil verbessert haben, es was ein kleiner Anfang und wer weiß? Wenn viele Leute mitmachen, können wir es vielleicht doch schaffen die Welt ein klein wenig glücklicher zu machen.
Von Sarah Damsch und Linda Drees, 9AE, Gesamtschule Solingen