Snippets
Snippets
18.02.2010 14:50
Drucken Vorlesen Senden
Ein schweres Schicksal

Es gibt zwar viele Menschen, die benachteiligt gegenüber den so genannten Normalos sind, doch dieser Fall hat mich schon ziemlich beschäftigt. Falls ihr es noch nicht wisst, viele Klassen unserer schule haben bei dem Glück-lich-ter Projekt mitgemacht und das kam mir gerade recht.

In diesem Projekt geht es darum, das man einer Person etwas Gutes tut, und sie es dann weiter gibt. Also, als ich dann erfahre, dass wir so ein Projekt durchführen, gehe ich sofort nach der Schule mit meiner Mutter zu unserer Nachbarin, denn sie hat es nicht immer leicht in ihrem Leben. Ihr fragt euch bestimmt, warum ich das mit meiner Mutter gemacht habe. Ja das kann ich euch sagen, ich fand es ziemlich ungewöhnlich, eine fast Fremde zu fragen, ob ich ihr helfen kann. Sie ist auch, wie ich schon oben erzählt habe, benachteiligt. Und in diesem Fall bedeutet das, dass sie ab und zu Phasen hat, in denen sie denkt, jetzt geht es nicht mehr weiter! Das hat mich sehr geschockt.

Deswegen gehe ich zu ihr hin und frage, ob ich ihr denn mal helfen kann. Das außergewöhnliche ist, sie sagt: „Ja“. Am nächsten Tag, es ist Dienstag, bin ich dann um 16 Uhr bei ihr und helfe ihr, den Keller aufzuräumen. Das ist natürlich nicht alles, denn wenn ich was mache, mache ich es auch vernünftig. Ich begleite sie wieder hoch und helfe ihr, einen Schrank zu reparieren. Doch eins störte mich sehr, sie hatte nämlich noch fast kein Wort mit mir geredet und das machte mich ziemlich nervös. Als ich gerade gehen will, höre ich, wie sie sagt: „Danke!“ Ich drehe mich schlagartig um und bin verwundert, weil sie doch bisher nur schwieg.

Ich sage erstaunt: „Wofür?“ Sie antwortete: „Ja, weil du mir geholfen hast und ich wünsche mir, ihr würdet so ein Projekt öfters machen.“ Diese Sätze haben das Eis gebrochen und so bleibe ich noch eine Weile, erst im Hausflur, dann im Wohnzimmer und unterhalte mich mit ihr. Als ich ihr Lächeln sehe, weiß ich, dass ich es richtig gemacht habe.

Wir redeten und redeten, Über ihre Probleme und ihr Leben. Doch ich glaube, ihr könnt verstehen, dass sie nicht möchte, dass ich hier zuviel davon preisgebe. „Wow, dieser Tag war vielleicht aufregend“, denke ich.

Ich kann euch nur noch eins mit auf den Weg geben: Falls ihr mal so eine Chance habt, nutzt sie.

Von Tim Ehlenbeck und Sven Gorke, 9AE, Gesamtschule Solingen

ZiSch