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18.02.2010 14:58
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Die Weihnachtsgans- Tierquälerei?!

Immer wieder muss man solche Bilder sehen. Doch wozu diese Tierquälerei und werden so auch unsere Weihnachtsgänse gezüchtet? Zu Weihnachten gibt es bei jeder zweiten Familie eine Weihnachtsgans. Egal mit welcher Füllung. Die Frage ist doch, wieso essen wir die Weihnachtsgans eigentlich zu Weihnachten?

Die Tradition, eine Gans zu Weihnachten zu essen, stammt aus England. Dort war 1588 eine königliche Feier - als Speise gab es Gans. Die Königin bekam während des Essens die Kunde, dass die spanische „Armada“ zerstört wurde.

Seitdem ist die Gans ein Festtagsessen. Doch wie wurde meine Weihnachtsgans gehalten? Die teueren Gänse sind oft die Gänse, die gut gehalten wurden, weil man dann weiß, dass die Züchter alle notwendigen Maßnahmen, wie zum Beispiel die richtige Menge von Futter, Wasser und Stroh gebrauchen. In Deutschland schlüpfen bei einem Unternehmen im Frühjahr um die 100 000 Küken. Sie werden dann nach Ungarn transportiert, da es dort billigere Flächen zum Züchten gibt.

Doch merkt man das an der Qualität der Gänse? Nein, ganz sicher nicht. Aber es gibt auch viele Züchter, die ihre Gänse „stopfen“, das heißt, sie zum Essen zwingen. Diese Gänse haben dann eine Darmerkrankung und sind damit ungenießbar.

Bei richtiger Haltung müssen die Gänse vor dem Rupfen mit UV-Licht beruhigt und dann mit Strom betäubt werden. Dann müssen sie lebendig, aber ohne Bewusstsein ausbluten. Erst nach diesen Vorgängen darf eine Gans gerupft werden. Meistens wird diese Arbeit von Maschinen ausgeführt und nur die letzen Federn werden von Hand abgezogen. Dann werden oft die Füße der Gänse gewaschen und nach China verkauft, denn dort ist dies eine besonders begehrte Speise. Die Gänse sind jetzt aber immer noch ungenießbar. Deshalb werden sie, wenn sie dann gereinigt und gerupft wurden, in flüssiges Wachs getunkt, welches trocknet und dann abgescheuert wird, damit die Federkiele entfernt werden. Doch ist es wirklich nötig, die Tiere so zu quälen nur um ein leckeres Essen zu haben?

Von Sarah Krichhoff, 8e, Humboldgymnasium

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