Seit Jahrhunderten tüfteln die ehrgeizigsten und kreativsten Messerhersteller in Solingen mit
großem handwerklichen Können
an der Gestaltung von Klingen.
Sie wollen die Schärfe und Schnitthaltigkeit der Klingen immer mehr verbessern. In den ersten Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts wurden von ungefähr 9000 selbständigen Handwerksbetrieben der Solinger Klingenindustrie die Techniken entwickelt, mit denen auch noch heute die hochwertigsten Messer
hergestellt werden.
Der Messerspezialist Karl Güde wusste, wie man hervorragende Messer herstellen konnte. Aus einem Stück Stahl werden Rohlinge aus rostfreiem Spezialmesserstahl im Gesenk geschmiedet, von Hand geschliffen, mit einem Griff aus Kirschbaumholz versehen die mit Messingnieten befestigt sind und von Hand abgezogen.
1990 wurde das ehemalige Augustiner-Chorfrauen-Stift Gräfrath saniert und für die Bedürfnisse des Deutschen Klingenmuseums umgebaut. Es ist seit Jahren wegen seiner guten Messerqualität bekannt. Nicht nur deswegen, sondern auch weil es Klingen der frühen Steinzeit bis zum Essbesteck hat. Es gibt auch noch
eine andere Art von Messer, die
so genannten Windmühlenmesser. Sie werden noch in Handarbeit angefertigt. Bei diesen Messern wird der Schliffwinkel jedoch weit oben angesetzt. Die Klinge wird dünn geschliffen und läuft schlank und sehr spitz auf die Schneide zu. Die Messer gibt es schon ungefähr seit 1872. Die Windmühlenmesser haben nicht nur bei Don Quichotte einen starken Eindruck hinterlassen.
Von Vivien Kistemann und Samantha Milic, 8d, Friedrich-Albert-Lange-Schule