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19.04.2012 10:02
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Die Projekte hinterlassen sichtbare Spuren

Von Simone Theyßen-Speich

Naturwissenschaften, Theater, Leseförderung, Einbindung in den Stadtteil und soziales Engagement – die Spannbreite der Preise, die beim Solinger Schulpreis in der Kategorie „weiterführende Schulen“ vergeben wurden, könnte größer und vielfältiger nicht sein.

Sieger wurde dabei ein Projekt, das im besten Sinne des Wortes Spuren hinterlassen hat. Wenn im Coppelpark bunte Bänke stehen, eine Kräuterspirale aufgebaut ist und aktiv Tierschutz betrieben wird, dann ist das dem Engagement der Gesamtschule Solingen zu verdanken, die mit dem ersten Platz einen Preis von 2000 Euro erhielt. „Wir unterstützen damit den Verein ,Lebenswertes Solingen‘, der sich um die Pflege des Parks bemüht“, erklärte Lehrerin Ute Lindner das Engagement. Und den Teilnehmern macht es offensichtlich Spaß: „Man hat jetzt selbst viel mehr Lust, durch den Park zu gehen“, so die Schüler bei der Preisverleihung.

Leseförderung an der
Hauptschule Central

Leseförderung auf allen Ebenen, das hat sich die Hauptschule Central auf die Fahnen geschrieben und dafür den zweiten Preis sowie 1500 Euro bekommen. „Oftmals kommen Schüler mit schlechtem Leseverständnis zu uns“, erläuterte Lehrerin Barbara Kreimer. Dagegen wird am Central jetzt etwas getan. Leseförderstunden für die Jüngsten, Kinder, die anderen Schülern ihre Lieblingsbücher vorstellen, eine gemütliche Leseecke, Lesewettbewerbe oder eine Lesenacht – der Spaß am Buch und am Lesen wird auf unterschiedlichste Art und Weise vermittelt.

Für die Preise in der Kategorie „weiterführende Schulen“ gab es 14 Bewerbungen. Deshalb entschied sich die Jury aus Vertretern von Bayer AG, Solinger Tageblatt und Schulverwaltung, gleich vier dritte Plätze, dotiert mit je 500 Euro, zu vergeben.

Ausgezeichnet wurde dabei die Kunst-AG von Lehrer Michael Salge am Humboldtgymnasium. Er hatte mit seinen Schülern zwei Jahre lang gearbeitet und ein „Boot als Spielplastik“ auf einem Spielplatz im Stadtteil aufgestellt. „Die Idee, ein Spielgerät außerhalb des Schulgeländes zu bauen, entstand durch die Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft.“ Jetzt können die Kinder der Siedlung auf dem Bug, der fünf Meter aus der „Sandbank“ herausragt, auf dem Mast und in der Kajüte klettern und spielen.

„Dass Naturwissenschaften keinesfalls langweilige Fächer sind, stellt das Humboldtgymnasium mit dem Projekt ,Humboldt-Exkursionen‘ unter Beweis“, lobte Laudator und ST-Chefredakteur Stefan M. Kob einen der dritten Preisträger. Bei dem Projekt konnten Schüler interessante Einblicke gewinnen, von der Futterküche des Zoos bis zum Bayer-Versuchslabor. „Das Preisgeld ist eine schöne Unterstützung, um das Projekt-Angebot in den nächsten Jahren fortführen zu können“, freuten sich die Lehrerinnen Ulrike Hergert und Regine Brückner-Kirchberg.

Seit 15 Jahren gibt es die Walder Theatertage. Dabei sind nicht nur die Veranstaltung, sondern auch die Beiträge der Schülergruppen beim Theaterwettbewerb von Jahr zu Jahr professioneller geworden. Mit dem dritten Preis, den die Friedrich-Albert-Lange-Schule dafür erhielt, soll diese Arbeit ausgebaut werden. „Ziel ist es, junge Menschen an Kultur teilhaben zu lassen, nicht nur als Zuschauer, sondern auch aktiv“, betonte Dagmar Joseph, didaktische Leiterin der FALS.

Das soziale Engagement überzeugte beim Gymnasium Vogelsang. Hier helfen 40 Oberstufenschüler Kindern aus Grund- und Förderschulen bei den Hausaufgaben – ehrenamtlich. „Schüler sind ja die eigentlichen Experten in Sachen Hausaufgaben“, sagte Lehrerin Ursula Becker. Und für die „Großen“ bringt die Arbeit mit den „Kleinen“ viel positives Feedback.