Die Katastrophe in Tschernobyl gilt als eine der schlimmsten Umweltkatastrophen aller Zeiten. Die Ursachen für dieses Unglück sind zum Einen grundlegende Mängel der Konstruktion und zum anderen Planungs- und Bedienungsfehler.
Zur Anzahl der Toten kann bis heute keine genaue Auskunft gegeben werden. Hunderttausende Helfer haben einen provisorischen Betonmantel um den Reaktor gebaut, der mittlerweile jedoch schon viele Risse hat und kurz vor dem Einsturz steht. Aus diesem Grund ist die Ukraine auf Gelder aus dem Ausland angewiesen, um einen stabilen Mantel um den Reaktor zu bauen und somit eine mögliche zweite Katastrophe zu vermeiden. Die giftigen Gase wurden über die Luft zunächst nach Skandinavien verteilt. Eine zweite Giftwolke verteilte die Gase in Polen, Tschechien, Österreich, Süddeutsch-
land und Norditalien. Eine dritte Giftwolke verteilte sich über den Balkan, Griechenland und die Türkei.
Nach den Dekonterminierungsarbeiten 1986/1987 wurden die drei noch funktionierenden Blöcke, nachdem die Regierung
beschlossen hat, dass die Strahlung nun nicht mehr gesundheitsschädlich für das Personal
sei, wieder hochgefahren. Nachdem der zweite Block Feuer in der Turbinenhalle gefangen hatte, musste dieser abgeschaltet werden. Im November 1996 wurde der erste Block abgeschaltet und der dritte schließlich am 15 Dezember 2000. Die Schließung des Atomkraftwerkes wurde schließlich auf Grund des Druckes der EU und duch Ausgleichzahlungen beschlossen. Die Gesundheitlichen Schäden sind nicht nur die Strahlenverseuchung und die Menschen, die durch die Explosion selbst zu gesundheitlichen Schäden wie etwa schwere Verbrennungen gekommen sind, aber auch psychische Schäden.
Die Angst der Menschen durch die radioaktive Strahlung Fehlgeburten in die Welt zu setzen, ist so groß, dass die Geburtenrate in dem Gebiet rapide abgesunken ist. Auch die hohe Anzahl von Suizidfällen ist auf die psychischen Schäden der Menschen zurück zuführen. Auch der Umsiedlungsstress und die Eingewöhnug der Menschen an die neue Umgebung ist ein Faktor für die hohe Anzahl an Krankheitsfällen in der Region.
Einen Tag nach der Katastrophe, wurde das Gebiet um den Unglücksort evakuiert. Am 3. Mai wurden die Personen im Umkreis von zehn Kilometer evakuiert. Wiederum einen Tag später wurden weitere 116 000 Einwohner im Umkreis von 30 Kilometern umgesiedelt. In den folgenden Jahren wurden schließlich weitere 210 000 Bewohner evakuiert, sodass das Sperrgebiet nun eine 4300 Quadratkilometer große Fläche ist. Der heutige Name der Stadt ist Tschornobyl. Der Name Tschernobyl ist auf die russische Amtssprache zu der Zeit zurückzuführen. Heute ist die Srache in dem Gebiet ukrainisch und so wurde auch der Name der Stadt geändert.
Von Eleni Fotinou, 8e, Friedrich-Albert-Lange-Schule