Obwohl der Film E.T. vor über siebenundzwanzig Jahren gedreht wurde, ist er nach wie vor unterhaltend und vom Thema aktuell. Warum ist es für jedes Alter fesselnd anzusehen, wie ein kleines, hässliches, runzeliges, außerirdisches Wesen mit großen neugierigen Kulleraugen vor uns Menschen zu gerettet wird und alles Möglich gemacht wird, um ihn zu seinem Stern zurückkehren zu lassen?
Wie ist das dem erfolgreichen Regisseur Steven Spielberg gelungen? Der Spielfilm E.T. handelt von dem kleinen Jungen Elliot, der sich nach der Trennung seiner Eltern allein gelassen fühlt. Ebenso wie das kleine außerirdische Wesen, dass von seinem Raumschiff auf einer Waldlichtung nahe bei Los Angeles zurück
gelassen wird - Millionen Lichtjahre von seiner Heimat entfernt.
Völlig verängstigt auf einem fremden Planeten. Zum Glück findet ihn der kleine Elliot, der ihn zu sich nach Hause lockt.
Erschrocken und voller Angst stehen sich die beiden das erste Mal gegenüber. Trotz alledem siegt die Neugier. Obwohl sie nicht die gleiche Sprache, nicht die gleiche Geschichte und nicht das gleiche Äußere haben, scheinen sie sich zu verstehen und fassen ein kindliches Vertrauen zu-
einander. Jeder scheint auf seine
Art einen Freund zu brauchen und gefunden zu haben.
Schnell wird beiden klar, dass E.T. auf dem Planeten Erde nicht existieren kann. Will er überleben, muss er schnellst möglich zu seinem Planeten zurückkehren. Um seinem außerirdischen Freund helfen zu können, benötigt er die Unterstützung seiner beiden Geschwister. Zunächst völlig überrascht, später mit vollem Einsatz helfen sie.
Aus alten Gerätschaften basteln sie ein Funkgerät und versuchen, erfolglos, von dem Landeplatz des Raumschiffes aus, über mehrere Stunden Hilferufe zu senden. Der Hilferuf E.T.´s - „E.T. phone home“ ist legendär.
Das runzelige Wesen wird immer schwächer und ist dem Tode nahe. Eine weitere Bedrohung stellen die Wissenschaftler der NASA da. Diese haben mittlerweile Spuren aus dem All gefunden und sind ihm dicht auf den Fersen.
Unter großen Schwierigkeiten, mit viel Einfallsreichtum und vollem Einsatz gelingt es den Kindern E.T. zu retten.
Von der NASA schon für tot erklärt, kehrt ihr kleiner außerirdischer Freund in seine Welt zurück. Schon immer fasziniert die Menschheit der Gedanken an Leben außerhalb unseres Planeten. Niemand kann sich wirklich vorstellen wie so etwas aussieht oder sich anfühlt. Normalerweise fürchten wir uns eher vor dem Fremden und begegnen ihm mit
Angst. Die Offenheit des Kindes
Elliot, die eher neugierig als ängstlich ist, zeigt uns, dass auch
eine Begegnung mit einem Allien ein aufregendes Erlebnis seien kann.
Dem erfolgreichen Regisseur Spielberg ging es mit seinem modernen Märchen nicht darum, die Bedürfnisse Kinder und Jugendlicher zu stillen, sondern die aller Altersgruppen. Zitat: „Ich selbst bin dafür das beste Beispiel. Im Grunde hörte meine geistige Entwicklung mit dem neunzehnten Lebensjahr auf. Ich habe nie
die kindliche Naivität verloren.“
Von Joshua Rothe, 8e, Friedrich-Albert-Lange-Schule