COMPUTER Viele Politiker fordern ein Verbot von Ego-Shooter.
Viele Leute haben Angst zuzugeben online Ego-Shooter-Spiele zu spielen, denn nach den reißerischen Berichten der Presse, die seit dem Amoklauf von Tim K. in Winnenden wieder aufgeflammt sind, muss man sich doch irgendwie als süchtiger und potentieller Gewalttäter fühlen. Tim K. spielte Ego-Shooter-Spiele, welche so süchtig machen wie Kokain.
Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer fordert energisch ein Verbot der Killerspiele. Verantwortlich für die Tat von Tim K. werden die Ego-Shooter-Spiele auf seinem Computer gemacht, die er pausenlos spielte. Oft vereinsamen diese Leute vor dem Computer und leben nicht mehr in der realen Welt. Für sie existiert nur noch die virtuelle Welt, in der sie Charaktere spielen, die viele Leben besitzen.
Der Staat fordert, dass Eltern stärker durchgreifen und ihren Kindern diese Spiele verbieten sollten. Interessanterweise wurde das Fernsehen von den Eltern auch nie verboten und man konnte schon am frühen Abend Sendungen und Filme sehen, die von Diebstahl über Schlägereien bis hin zum Mord alles beinhalteten. Wenn es jedoch um Meinungen anderer geht, wird nur eine Gruppe nicht dazu befragt, die Betroffenen selber. Sie werden zu einer sozialen Randgruppe erklärt, die offensichtlich für sich selber nicht sprechen kann.
Mit dem Verbot von solchen Ego-Shootern ist es jedoch nicht getan, denn die Jugendlichen, die schon so süchtig nach solchen Spielen sind, kann man nicht mehr aufhalten. Wenn sie neue Spiele haben wollen, laden sie sich solche einfach illegal im Internet runter.
Stimmt es denn etwa nicht, dass Computerspiele ein hohes Suchtpotential bergen? Wir denken darüber, dass Computerspiele tatsächlich süchtig machen können, denn wir kennen schon einige Leute, die viel Zeit mit solchen „Ballerspielen“ verbringen und viel Geld dafür ausgeben. Was unserer Meinung nach total sinnlos ist: So viel Geld in die eigene Sucht zu investieren!
Viele Leute sind so in dieser virtuellen Welt gefangen, dass sie anfangen, die Gewalt aus dem Spiel in die Realität umsetzen zu wollen. Dies kann man an den immer mehr zunehmenden Amokläufen in den letzten Jahren an Schulen sehen.
Der Staat ist der Meinung, dass die Eltern ihre Kinder und deren Spielsucht nicht unter Kontrolle haben und fordert von den Herstellern der Produkte, dass sie stärker mit der Altersbeschränkung durchgreifen sollten.
Aus einem psychologischen Forschungsbericht geht hervor, dass man Spielsüchtige in einer Tabelle, die normalerweise schizoide, paranoide und ähnliche Persönlichkeitsstörungen aufzeigt, einteilt. Der Computerspieler wird vom Nutzer zum Opfer und darüber hinaus zum potentiellen Täter.
Hat ein Suchtmittel genug Interessenvertreter, Produzenten im eigenen Land oder bringt es genug Steuereinnahmen, lässt das Interesse der Politik schnell nach und das Problem gerät leider in Vergessenheit.
Wollen Sie daran Schuld sein, wenn Ihr Kind die Kontrolle über die Sucht verliert, nur weil sie es nicht unterbunden haben?
Von Chantal Loran, Laura Marras und Aileen vom Orde, 8b, Realschule Vogelsang