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26.01.2012 10:25
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Session 2012: Tanzen statt torkeln in Leichlingen

Leichlingen. Wenn mehr Besucher in die Stadt kommen, als dort Einheimische leben, dann ist der Blütensamstagszug nicht weit. Am 18. Februar mittags rollt die närrische Karawane wieder los und zum siebten Mal ziehen Lothar Karner und Michael Pölcher für die Vereinigung Leichlinger Karneval (VLK) die Fäden. Die Vorbereitungen lägen im Plan, sagt Karner auf ST-Nachfrage, das Interesse sei groß. Allerdings starte der Partybus dieses Mal nicht. Oft sei man auf reservierten Karten sitzengeblieben.

Natürlich spielt das Thema Sicherheit eine große Rolle. Der Tüv sei strenger denn je, hat Karner bei den obligatorischen Checks der Wagen, Traktoren und Hänger festgestellt. Probleme mit Fluchtwegen stellten sich nicht, da der Zug durch die Stadt rolle und sich im Ernstfall immer wieder Ausweichmöglichkeiten böten. „Wir arbeiten eng mit Ordnungsamt und Polizei zusammen.“ Und das auch mit Blick auf Alkoholmissbrauch. Schon am Morgen des Blütensamstags sind mehr Streifen als sonst in der Stadt unterwegs. Damit befindet sich der VLK in bester Gesellschaft. Gerade in diesen Tagen hat der Kreis seine aufgepeppte Kampagne mit dem griffigen Slogan „Tanzen statt torkeln“ vorgestellt. Denn die Zahl der Jugendlichen, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert würden, sei weiter groß, erläuterte Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke – trotz bundesweit leicht sinkender Tendenz (2009: 26 400/ 2010: 25 995). In den letzten zehn Jahren stieg die Zahl der Fälle insgesamt allerdings um mehr als 173 Prozent an. Das Faltblatt zur Kampagne liegt überall aus und will mit einem tanzenden Mädchen vermitteln, dass man Spaß auch ohne Alkohol haben kann.

„Saufen bis der Artz kommt?“ –Infoabend für Eltern

Die Stadt zieht mit und richtet noch vor Karneval am 9. Februar von 19.30 bis 21 Uhr in der Mensa der Hauptschule einen Informationsabend rund ums Thema Alkohol aus. Unter dem Motto „Saufen bis der Arzt kommt!?“ sprechen Jürgen Salewski vom Fachdienst Prävention in Wermelskirchen und Dr. Jens Gebhardt, Oberarzt der psychosomatischen Klinik in Bergisch Gladbach, über riskanten Alkoholkonsum bei Jugendlichen. „Gehen Jugendliche heute anders mit Alkohol um? Was können Eltern tun?“ Solche und andere Fragen werden beantwortet. Die Teilnahme ist kostenlos. Die komplette Veranstaltungsreihe kann auf der Homepage der Stadt heruntergeladen werden. KS