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04.02.2012 11:30
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Rakete mit Durchschlagskraft im Unterricht gebaut

„Dabei kann eigentlich überhaupt nichts passieren“, beteuert Jürgen Hildenbrandt, der Leiter des städtischen Gymnasiums. Trotzdem hat ein Unterrichtsexperiment einen Wasserschaden an der Hauptschulsporthalle des Schulzentrums verursacht. Eine selbstgebaute „Rakete“ hatte in das Flachdach ein Loch von zehn Zentimeter Durchmesser gerissen (ST berichtete). Daraufhin drang Wasser in den Flur, in Umkleiden und in den Geräteraum.

Konstruiert worden war der „Sprengkörper“ im Physikunterricht. Um zu verdeutlichen wie die „Umwandlung von Energie“ funktioniert hatten Sechstklässler unter Anleitung ihres Lehrers 1,5 Liter Mehrwegflaschen halb mit Wasser gefüllt und die Öffnung mit Schlauchkupplung und Ventil abgedichtet. Danach wurde das Ganze solange aufgepumpt bis es zur Explosion und zum Abheben kam. Abgeschossen wurden die Flugkörper auf der Wiese hinter dem Bürgerhaus Am Hammer. Dabei flog das Modell, das auf dem Sporthallendach landete, besonders gut.

Unerklärlich ist den Beteiligten allerdings, wieso dadurch ein kleiner Krater verursacht werden konnte. „Die Flaschen wiegen exakt 64 Gramm“, erklärte Hildenbrandt. Dieses Experiment würde vom Physikalischen Institut in Köln regelmäßig durchgeführt – auf Wiesen, wo sich Menschen tummelten. „Da kann nichts passieren – wohl nur in Leichlingen“, meint Hildenbrandt und kann sich ein Schmunzeln nicht so ganz verkneifen. KS