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11.08.2011 12:58
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Er steht für Sicherheit

Von Kathrin Schüller

„Gehste jetzt Knöllchen schreiben“, solche Kommentare aus dem Bekanntenkreis nimmt Thomas Knabbe gelassen. Seit Anfang Mai ist der 29-Jährige stellvertretender Leiter des Leichlinger Ordnungsamtes.

SERIE Blick ins Rathaus

Knabbes Aufgabengebiet umfasst vor allem den Bereich Krisenbewältigung und Katastrophenschutz. Pläne für den Ernstfall müssten erarbeitet und kontinuierlich gepflegt werden, erklärt er. Die Stadt liegt nahe an der Autobahn, nahe an der Bahnstrecke, und bekommt auch den Flugverkehr zu spüren.

Sicherheit, das bedeutet aber vorrangig, direkter Ansprechpartner für die Freiwillige Feuerwehr Leichlingen zu sein, ein Feld, das dem sympathischen Jungspund in der Führungsposition gut vertraut ist. Knabbe, der (noch) in Wuppertal lebt, ist erfahrenes Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Vohwinkel. Bei den Leichlingern sei er gut aufgenommen worden.

„Jeden Euro so ausgeben,
als wäre er der eigene.“

Thomas Knabbe, Ordnungsamt

Zwar könnten die Wehr-Kollegen natürlich nicht davon ausgehen, dass einer vom Fach gleich mit Schlauchturm und Rüstwagen unter dem Arm um die Ecke kommt, meint er schmunzelnd, „aber man kann auch nicht alles kaputt sparen“. Ein X für ein U ist Knabbe nicht so leicht vorzumachen: Erst vor ein paar Tagen war er abends für die Wuppertaler Feuerwehr im Einsatz, gleichzeitig hatte er für Leichlingen Rufbereitschaft. „Ich kann durchaus schon mal sagen, es geht auch anders. Das Geld gehört uns nicht.“ Seine Maxime: „Jeden Euro so ausgeben, als wäre es der eigene.“

Den Umgang mit Geld hat Thomas Knabbe in seiner sechsjährigen Lehr- und Berufszeit bei der Bank gelernt, dann aber festgestellt, dass er nicht ein „Leben lang Eisschränke an Eskimos verkaufen will“. Er orientierte sich – kurz vor der Bankenkrise – neu und absolvierte ein Studium zum Diplomverwaltungsbetriebswirt. Im Leichlinger Rathaus landete er zunächst in der Kämmerei, war zur Vorbereitung aufs Neue Kommunale Finanzmanagement für die Ermittlung städtischer Vermögenswerte zuständig. „Nach 18 Uhr helfe ich hier ab und zu immer noch aus“, sagt er, und dass das in einer kleinen Verwaltung eben so sei.

Seit die langjährige Standesbeamtin Ellen Kempges ausgeschieden ist (ST berichtete), widmet sich Ordnungsamtsleiterin Brigitte Gutendorf vorrangig diesem Feld. Dadurch hat sich das Personalkarussell gedreht, und Thomas Knabbe zog von der Kämmerei – wo man ihn ungern gehen ließ – ins Ordnungsamt um.