FEUERWEHR Martin Pauli schenkte dem Löschzug I einen Defibrillator.
Leichlingen. „Hoffentlich wird er niemals gebraucht, aber wenn, hilft das Gerät vielleicht Leben zu retten.“ Das sagt Martin Pauli. Der 70-jährige Leichlinger hat dem Löschzug I der Freiwilligen Feuerwehr einen so genannten Defibrillator geschenkt. Das Gerät, auch Schockgeber genannt, kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie etwa Kammerflimmern beenden.
„Wenigstens für Oberleichlingen muss noch ein Defibrillator her“
Rund 1400 Euro hat das Gerät gekostet und eigentlich wollte Pauli die Sache gar nicht an die große Glocke hängen. Hat sich dann aber doch umentschieden. „Vielleicht finden sich noch ein paar Leichlinger“, so hofft Pauli, die Geld spenden, damit auch die anderen drei Löschzüge mit einem Defibrillator ausgerüstet werden können. „Wenigstens für Oberleichlingen muss noch einer her.“
Bisher hat die Freiwillige Feuerwehr ihren Dienst ohne das Gerät versehen. „Ein automatisierter externer Defibrillator gehört nicht zur Standardausrüstung einer Freiwilligen Feuerwehr“, erklärt Pressesprecher Thomas Schmitz. Ein Zustand von dem Pauli über seinem Sohn erfahren hat. „Er ist selbst Mitglied bei der Wehr.“ Wohl wissend um die knappen Kassen der Stadt, wollte Martin Pauli da nicht länger tatenlos zusehen. „Die Feuerwehr ist doch meist noch vor dem Notarzt oder dem Rettungswagen an der Unglücksstelle und kann künftig etwa bei einem Infarkt schneller reagieren.“
Damit jeder weiß, wie ein Defibrillator eingesetzt wird, kümmert sich Leichlingens Wehr jetzt darum, dass den Kameraden gezeigt wird, wie ein solches Gerät funktioniert. Wer helfen möchte oder mehr über die Arbeit der Leichlinger Feuerwehr erfahren will, kann sich an Pressesprecher Thomas Schmitz wenden: (01 71) 4 95 24 40. KS