WUPPERTAL Radikale am Samstag zur Palästinenser-Tagung erwartet.
In Wuppertal tagen am Samstag tausende Palästinenser – unter ihnen womöglich auch radikale Hamas-Mitglieder. Anlass: Die Palästinensische Gemeinschaft Deutschland und das „Palestinian Return Center“ veranstalten in der Uni-Halle die „9. Konferenz der Palästinenser in Europa – die Generation der Rückkehr kennt ihren Weg“, zu der bis zu 5000 Gäste erwartet werden.
Zu ihnen sollen auch hochrangige Hamas-Vertreter gehören. So sei als Redner unter anderem Abd al-Aziz Duwaik angefragt, der ein Funktionär der Hamas ist. Ebenfalls auf der Wunschliste der Redner soll Scheich Ra’ad Salah, Führer der islamischen Bewegung in Nordisrael, stehen, der über „beste Verbindungen zur Hamas“ verfügen soll, wie ein deutsch-israelisches Online-Magazin schreibt.
Rakten auf Wuppertals Schwesterstadt Beer Sheva
Die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft protestiert gegen die Vermietung der Uni-Halle. „Die Hamas kann nur dann an einem solchen Forum teilnehmen, wenn sie der Gewalt abgeschworen hat“, sagt Vorsitzender Hajo Jahn. Er erinnert daran, dass Hamas-Raketen mehrfach in Wuppertals israelischer Partnerstadt Beer Sheva eingeschlagen sind.
Laut Oberbürgermeister Peter Jung sind der Stadt die Hände gebunden. Stadtsprecherin Martina Eckermann präzisiert, man sei verpflichtet, die mit öffentlichen Geldern geförderte Halle an die Organisation zu vermieten, solange diese nicht verboten sei. Dass Hamas-Vertreter kämen, stünde indes nicht fest. Der Verfassungsschutz und auch die Polizei seien informiert. red