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22.08.2012 15:43
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Randale bei Pokal-Aus des WSV in Remscheid

Von Andreas Dach

1200 Zuschauer verfolgten gestern Abend im Röntgen-Stadion die Fußball-Pokalsensation. Der FC Remscheid setzte sich im Niederrheinpokal gegen den Wuppertaler SV völlig überraschend mit 1:0 (0:0) durch. So weit die aus Sicht des Gastgebers erfreulichen Fakten. Weniger erbaulich waren die Ausschreitungen am Rande, welche die Polizeibeamten vor, während und nach dem Match erheblich in Atem hielten.

Es kam zu drei Festnahmen, zwei Platzverweisen und zwei Anzeigen wegen Beleidigung und Eierwerfens.

"Fans" fanden immer wieder einige Schlupflöcher

Wie befürchtet, kam es zu ein paar ordentlichen Prügeleien. Sie konnten von den Ordnungshütern nur mit einem Großaufgebot unterbunden werden. Dazu gehörte die berittene Polizei. Dazu gehörten auch Hundestaffeln. Und auch Einsatzkräfte der Hundertschaft. Trotzdem fanden "Fans" von beiden Seiten immer wieder Schlupflöcher.

Wie schon vor dem Anpfiff, als es im Bereich der Kölner-/Bahnhofstraße zu einem ersten Gerangel kam. Unter anderem flog eine Bierflasche von der Gästeseite in Richtung der Beamten. Verletzt wurde gottlob niemand.

Aber es blieb stets ein Ritt auf der Rasierklinge, was die Vorsichtsmaßnahmen anging. Speziell nach dem Abpfiff, als Wuppertaler Anhänger versuchten, einen Weg zum Block der FCR-Fans zu finden. Sie konnten gerade noch weggetrieben werden.

Später standen sich dann kleinere Gruppierungen im Bereich von Kreishaus und Bahnhof Lennep gegenüber. Es blieb bei Scharmützeln. "Wir haben unser Ziel erreicht und größere Schlägereien verhindert", konstatierte Polizeisprecherin Anja Meis nach einem anstrengenden Abend.

Also war es letztlich ein "normales" Derby. Wenn man einmal vom Endergebnis absieht, welches heute noch Gesprächsthema im ganzen Bergischen Land ist.