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      01.02.2010 20:00
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      Nach der Party ins Koma

      „Wochenende, Alkohol, und meine Jungs gehören einfach zusammen. Ich hab mich zwar noch nicht ins Koma getrunken, aber Wettsaufen gehört schon irgendwie dazu.“ Sascha (19, alle Namen geändert) ist nicht der einzige junge Solinger, der sich regelmäßig heftig betrinkt.

      Marcus (18) sagt etwa: „Ich muss zugeben, dass ich gerne mal einen über den Durst trinke, und einen Krankenhausaufenthalt nach einer Party habe ich auch schon hinter mir.“ Christoph (19) spielt mit seinen Freunden gerne „Alkoholspiele“ - „natürlich irgendwie schon mit der Absicht, am Ende des Abends ordentlich betrunken zu sein“. Er erzählt: „Mit 16 waren wir allerdings schlimmer drauf. Einer meiner Kumpels lag damals sogar auf Klassenfahrt mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Verzichten würde ich auf Alkohol trotzdem nicht.“

      Verzichten - aber auf was? Auf den Kater? Auf die extrem unattraktive Ausstrahlung, die man als Betrunkener insbesondere auf das andere Geschlecht macht - inklusive üblem Gestank und der Unfähigkeit, einen vernünftigen Satz zu sprechen? Manchmal verzichtet man auch auf ganz andere Dinge. Denn wer sich bis zur Alkoholvergiftung betrinkt, landet im Krankenhaus. Auf der Kinder- und Jugendstation des Klinikum Solingens etwa. Dort wird einem eine Windel angezogen - denn wenn es soweit gekommen ist, hat man keine Kontrolle mehr über den eigenen Körper. Ob das so cool ist?

      „In meinem Jahrgang kennen viele die Grenzen nicht. Deshalb fahre ich auch nicht auf die Abschlussfahrt.“

      Sophie (18) über Abi-Besäufnisse

      Das wagt Lisa (19) zu bezweifeln. Sie verzichtet gerne auf alle diese Dinge. „Ein Fan von Alkohol bin ich nicht. Ich kann ohne Alkohol viel mehr Spaß haben, bleibe länger wach, und auch am nächsten Tag geht es mir besser. Außerdem brauche ich mir keine Sorgen machen, wie ich nach Hause komme, weil ich lieber das Auto nehme. Gegen ein Glas Sekt oder ein Bier habe ich nichts. Leute, die sich jedoch ohne Grund abschießen, kann ich nicht verstehen. Für mich ist das ein Zeichen von Unreife.“ Manchmal bedeutet es Lebensgefahr. Weil junge Menschen häufig viel Alkohol in kurzer Zeit trinken, können sie bereits bei 1,2 Promille das Bewusstsein verlieren, vier Promille kann den Tod bedeuten. Sophie (18) hält nicht viel von Besäufnissen. „Ich kann es nicht leiden, wenn ich die diejenige bin, die sich am Ende um betrunkene Freunde kümmern muss.“ Das Verhalten einiger Mitschüler nervt. „Auch in meinem Jahrgang kennen einige ihre Grenzen nicht, deswegen fahre ich auch nicht mit auf Abschlussfahrt. Darauf habe ich keine Lust.“ wag, lm

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