GELD Viele Jugendliche verstehen bei Begriffen wie Überweisungen, Kontoauszugsdrucker oder Zinsen nur Bahnhof. Karl bietet eine kleine Übersicht zur Bankensprache.
Von Christian Dluhosch
Wie bewahrst du dein Taschengeld auf: In der Spardose oder auf dem Konto? Viele Jugendliche verstehen bei Begriffen wie Überweisungen, Kontoauszugsdrucker oder Zinsen allerdings nur Bahnhof. Daher bietet Karl. diese kleine Übersicht zu häufigen Begriffen der Bankensprache.
Girokonto
Das Girokonto ist eine Verwahrmöglichkeit für Geld bei einer Bank oder Sparkasse. Ihr könnt Geld aufs Konto einzahlen, es mit der eigenen Bankkarte abheben, Geld auf ein anderes Konto überweisen oder das Taschengeld und den Lohn vom Nebenjob bequem auf das Konto überweisen lassen. In der Regel sind die Girokonten für Schüler, Schülerinnen, Studenten und Studentinnen kostenlos. Wichtig: Jugendliche unter 18 Jahren brauchen das Einverständnis der Eltern zur Eröffnung eines Kontos.
Kontoauszug
Ein Kontoauszug ist eine Übersicht der Umsätze, also eurer Ein- und Auszahlungen, Überweisungen oder Abbuchungen. Die Auszüge erhaltet ihr an den Kontoauszugsdruckern in eurer Bank oder Sparkasse. Sie geben einen Überblick darüber, was auf dem Konto passiert und wie viel Geld noch zur Verfügung steht.
Überweisung
Mit einer Überweisung übertragt ihr einen Geldbetrag von eurem Konto auf das Konto eines anderen – gleiches funktioniert natürlich auch umgekehrt. Beispiel: Ihr überweist 10 Euro Mitgliedsbeitrag für den Fußballverein von eurem Konto auf das Konto des Vereins. Für eine solche Überweisung benötigt ihr ein Formular, welches ihr in eurer Bank oder Sparkasse erhaltet. Wichtig: Für Jugendliche unter 18 Jahren herrschen besondere gesetzliche Bestimmungen (Taschengeldparagraf), die Auswirkungen etwa auf die Höhe der Überweisungen haben. Bei höheren Beträgen ist das Einverständnis der Eltern nötig.
Vollmacht
Eine Vollmacht bedeutet die Berechtigung einer bestimmten Person, Verfügungen über euer Konto zu tätigen, wie etwa Geld abzuheben, eine Überweisung zu unterschreiben oder Auskunft über den Kontostand zu erhalten. Bevollmächtigt sind bei jedem Jugendlichen unter 18 Jahren automatisch die gesetzlichen Vertreter, also in der Regel die Eltern. Zusätzlich dürfen weitere Personen eine Vollmacht erhalten, sofern es der Kontoinhaber wünscht und erlaubt.
Dauerauftrag
Ein Dauerauftrag ist auch eine Überweisung. Geld wird von einem Konto auf ein anderes überwiesen. Unterschied zur normalen Überweisung: Der Dauerauftrag wird automatisch immer wieder zu einem bestimmten Zeitpunkt mit einem gleichbleibenden Betrag ausgeführt. Beispiel: Ihr möchtet zu Beginn jedes Monats 10 Euro von eurem Konto auf euer Sparbuch übertragen. Der Dauerauftrag wird regelmäßig zum festgelegten Datum mit 10 Euro ausgeführt. So müsst ihr nicht ständig Überweisungen einzeln vornehmen.
Sparkonto
Ein Sparkonto ist eine besondere Kontoform. Wie der Name verrät, handelt es sich um ein Konto zum Sparen von Geld. Es gibt etliche Formen: für monatliches Sparen, für einmaliges Anlegen von Geld und viele mehr. Damit das Sparen belohnt wird, erhaltet ihr einen Bonus, also Zinsen.
Zinsen
Zinsen kann man als Bonus bezeichnen, den ihr fürs Sparen erhaltet. Je mehr und je länger ihr spart, desto mehr Geld erhaltet ihr. Die Höhe dieser Zinsen ist abhängig von dem sogenannten Zinssatz. Dieser ist bei den meisten Banken und Sparkassen unterschiedlich und ist abhängig von der Sparkontoform.
Vermögenswirksame Leistungen
Vermögenswirksame Leistungen (VL) sind zusätzliche Geldleistung eines Arbeitgebers und deswegen besonders für Auszubildende und Arbeitnehmer interessant. Diese monatliche Zusatzleistung kann eine Höhe von bis zu 40 Euro erreichen. Den Betrag überweist der Arbeitgeber jeden Monat auf einen von euch ausgesuchten Sparvertrag. Ein weiterer Vorteil sind Förderungen vom Staat, die ihr als Belohnung für euer Sparen bekommt und keiner verschenken sollte! Tipp: Informiert euch beim Arbeitgeber nach VL und bei eurer Bank oder Sparkasse nach Sparformen und staatlichen Förderungen.