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05.05.2012 09:33
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Dicke Freundschaften in Finnland geschlossen

Von Malong Phaphilom

Rein ins Flugzeug, rauf in die Luft, und wenige Stunden später erreichten fünf Schüler und fünf Lehrer der Theodor-Heuss-Schule Finnland. Kirkkonummi war ihr Ziel. Ein schöner Ort in einer schönen Landschaft mit vielen Nadelbäumen und ein paar Hügeln, irgendwie „Twilight“-ähnlich. Das Comenius-Projekt war Grund der Reise. Es soll die Zusammenarbeit von Schülern und Lehrern in der ganzen Europäischen Union ermöglichen.

Für einige war es der reinste Nervenkitzel, denn sie saßen zum ersten Mal in einem Flugzeug. Das Flugzeugessen konnte aber schnell überzeugen: Obstsalat mit Pudding auf dem Hinflug und Weißwurst mit Brötchen aus Brezelteig auf dem Rückweg.

Schließlich wollten alle nur noch ihre Familien kennen lernen. Die Gastgeschwister kannten sie schon. Sie haben sich beim ersten Treffen im November kennen gelernt. Die erste Begegnung mit den Gastfamilien am Flughafen war sehr herzlich, und es war schön, einige bekannte Gesichter wiederzusehen.

Finnen sind
recht schüchtern

Die Familien unterscheiden sich nicht wirklich von den deutschen, finden die Schüler. Doch wer war schon mal in einer fremden Familie, die dazu noch eine ganz andere Sprache spricht? Englisch sprechen zur Verständigung war also angesagt. Das Programm war voll: Besuch des finnischen Schulunterrichts, Vorstellung der erarbeiteten Projekte, Ausflüge nach Helsinki und ins Naturkundemuseum. Zum Abschluss der Woche gab es einen bunten Abend. Dabei blieb viel Zeit, um sich mit den anderen Projektteilnehmern auszutauschen.

Finnen sind recht schüchtern. Die THS-Schüler wagten jedoch den ersten Schritt und merkten gleich, wie freundlich, kontaktfreudig und herzlich die meisten von ihnen sind.

Die Zeit in Finnland hat den Schülern viel gegeben, auch wenn es nur kurze sechs Tage waren. Sie haben viele wundervolle Menschen und eine andere Kultur kennen gelernt. Dabei entstanden dicke Freundschaften, was einen tränenreichen Abschied bedeutete.

Einige wollen bald wieder nach Finnland fliegen, um die neu gewonnenen Freunde zu besuchen. Sie alle sind im ständigen Kontakt. Doch geliebte Menschen in der Nähe zu spüren, ist viel schöner als nur eine virtuelle Nachricht.