ABONNENTEN-GALA Stargäste und viele Höhepunkte am Samstagabend im Theater.
Von Melissa Wienzek
Begeisterter Beifall im ausverkauften Solinger Theater: Die Abonnenten-Gala zum 200. Geburtstag des Solinger Tageblatts bot ein abwechslungsreiches Programm mit Stargästen und vielen Höhepunkten. Und sofort war man mittendrin: Der Jubiläumsfilm, der eigens für den 200-jährigen Geburtstag gedreht worden war, beeindruckte das Publikum. Der Haribo-Bär, Zwilling, das neue Rathaus - all das war zu sehen. Natürlich zeigte der Film, der jetzt auch im Internet zu sehen ist (siehe unten) die Entwicklung des „fröhlichen Medienhauses B. Boll“ auf einprägsame Weise. Es wurde klar, wie der Verlag sich sieht: als ehrlichen Mittler, der „pro Solingen“ handelt und dem das Wohl seiner Leser am Herzen liegt. In seiner Rede machte Verleger Bernhard Boll das deutlich: „Wir möchten für Sie eine glaubwürdige Zeitung liefern.“
Katrin Müller-Hohenstein (ZDF-Sportstudio) führte durch den Abend. Sportlich-frisch, elegant und souverän trat die Moderatorin auf, die auf charmante Weise mit dem Publikum spielte und kleine Anekdoten erzählte.
Von der „Kette“ zu den Ball-Künstlern
Der Beitrag über die ST-Wohltätigkeitsaktion „Kette der helfenden Hände“, die in diesem Jahr 40-Jähriges feiert, wurde nicht nur zum heißen Thema auf der Damentoilette in der Pause danach. Der Film zeigte einen Wachkoma-Patienten, ein Ehepaar, das vier seiner fünf Kinder verloren hat, und einen an den Rollstuhl gefesselten jungen Mann - all diesen durch ihr Schicksal gezeichneten Menschen hilft „die Kette“.
Dann wurde es fetzig: Vier Tänzer von „Quinton’s Amazing Dance Company“ zeigten auf künstlerisch-inszenierte Art, wofür „Karl.“, die Jugendseite des Solinger Tageblatts, steht: erfrischend, locker, direkt. Danach überzeugten die jungen Kicker von „Shocks“, die das Ressort „Sport“ in Szene setzten.
Die exklusiven ersten Ausschnitte aus dem Film „Die Wupper - Amazonas im Bergischen Land“ zeigten Waschbären, die sich im Ufer-Schnee tummeln oder einen Eisvogel, der aus der Wupper auftaucht. Das Besondere: Sigurd Tesche, seine Tochter Natali und sein Team tauchten in den Fluss ein und filmten das Leben unter Wasser. „Wir wurden von Zandern angegriffen“, so Tesche. „Mein Kamera-Objektiv wurde ganz schön in Mitleidenschaft gezogen.“
Ein kultureller Höhepunkt war der Auftritt von Florian Schröder. Der Kabarettist holte gleich mehrere Promis auf die Theaterbühne - allerdings nur als Parodie. Hier plauderte Boris Becker mit Marcel Reich-Ranicki, dort bekam Angela Merkel ihr Fett als „Perle der Uckermark“ weg. Das Publikum lag auf dem Boden vor Lachen. Ausnahmesängerin Helen Schneider bildete den Abschluss des abwechslungsreichen Abends. In einem feuerroten Kleid nahm sie die Gäste mit auf eine glamouröse Reise durch ihre Traumwelt. Mal leise hauchend, mal flüsternd, mal energiegeladen: Das Stimmwunder bewies Facettenreichtum. Mit den drei Musikern lebte sie die Lieder, der Boden vibrierte durch Schneiders Stimmgewalt.
Die Kreativität, die im Konzept von Sandra Waßmer von der verantwortlichen Agentur kogag steckte, kam nicht zuletzt im Bühnenbild zum Audruck: Ein ST im Riesenformat, das optisch wechselte und dessen „Fotoräume“ verändert und als Bühne bespielt werden konnten.