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25.07.2009 09:58
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,Die Musik macht sie unsterblich’

Das Gespräch führte Lars Wallerang

Düsseldorf. George Gershwins Oper „Porgy and Bess“ ist vom 28. Juli bis 9. August an der Rheinoper zu erleben. Die künstlerische Leitung hat der Dirigent William Barkhymer. Herr Barkhymer, was macht Gershwins Oper über das Leben der Farbigen in der Charlestoner Siedlung Catfish Row so unsterblich? William Barkhymer : Unsterblich ist vor allem die Musik, sie macht dieses Stück zum Meisterwerk. Natürlich ist auch die Geschichte über das Zusammenleben der Farbigen sehr interessant, aber ohne Gershwins geniale Partitur wäre der stetige weltweite Erfolg von „Porgy and Bess“ wohl kaum in dem Maße vorstellbar. Woran könnte es liegen, dass andere amerikanische Opern keinen vergleichbaren Erfolg beim Publikum haben? Barkhymer: Es gibt zwar viele amerikanische Opern, doch sind die meist im 20. Jahrhundert entstanden. Und modernes Musiktheater wird ja nun mal allgemein nicht viel gespielt. Nach dem Tod von Richard Strauss sind nicht mehr viele breitenwirksame Opern entstanden. Allenfalls Benjamin Brittens Stücke verbuchen recht hohe Aufführungsziffern - aber Britten war ja Engländer und kein Amerikaner. Warum wird eigentlich die erst 1993 von der Regisseurin Baayork Lee gestaltete Produktion als „Original-Inszenierung“ bezeichnet? Barkhymer: Weil es sich dabei um eine traditionelle Inszenierung ohne Verrücktheiten handelt. „Original“ meint: Man richtet sich nach den Anweisungen George und Ira Gershwins und dem, was in der Partitur steht. Gezeigt wird ein Schauplatz wie bei der Uraufführung. Was würden Sie von einer Versetzung der Handlung ins Jahr 2009 halten? Barkhymer: Ich weiß, dass es Mode ist, so etwas zu machen, halte aber nicht so viel davon. Denn es ginge viel von dem Charme des Stücks verloren. Gershwin verbrachte ja einen ganzen Sommer in Charleston, um die Menschen dort zu beobachten. Er ist dort in die Kirchen gegangen und hat sich die Musik angehört. „Porgy and Bess“ ist eine Oper über die damalige Gemeinschaft und wie man in schlechten und guten Zeiten zusammengehalten hat. Wie haben Sie geeignete Sänger für die Produktion gefunden? Barkhymer: Für die Rolle der Bess hat mir der Rheinopern-Intendant Tobias Richter die Sopranistin Morenike Fadayomi empfohlen. Seit 2003 tritt sie in unserer Produktion auf und ist für die Rolle weltweit sehr gefragt. Aber auch Terry Cook, Richard Hobson und Lester Lynch, die als Porgy-Darsteller alternierend auftreten, sind international renommierte Sänger. Die junge Sopranistin Kearstin Piper-Brown, die sich mit Frau Fadayomi abwechselt, ist ein absolutes Supertalent.

Das Gastspiel läuft vom 28. Juli bis zum 9. August täglich außer montags um 19.30 Uhr (samstags und sonntags auch 14.30 Uhr). Karten gibt es unter (02 11) 89 25-2 11 und beim ST (34,50 bis 88,50 plus Gebühr).