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21.12.2009 09:57
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„Die Hexe Lilli kenne ich“

„Nick Nase und der große Preis“, „Die Hexe Lilli“, „Die Katze“ aus Meyers kleiner Kinderbibliothek, und auch „Die ganze Welt des Wissens“ - 20 Bücher insgesamt. Zum 200-jährigen Jubiläum des Solinger Tageblatts verschenkt der Verlag Bücherschätze. „Alle zweiten Klassen an den Solinger Grund- und Förderschulen bekommen eine Schatzkiste“, erzählte Tageblatt-Verleger Bernhard Boll gestern den Kindern in der Mensa der Grundschule Kreuzweg - 74 Kisten insgesamt.

Jetzt habt ihr neben der großen Schulbücherei auch noch eine kleine.“

Michael Seiffert, Schulleiter

Die Kinder klatschten, und Schulrektor Michael Seiffert bedankte sich sehr herzlich für das Geschenk: „Jetzt habt ihr neben der großen Schulbücherei auch noch eine kleine in eurer Klasse.“

 Bei der Auslieferung der ersten vier Schatzkisten war Bernhard Boll persönlich dabei. Er berichtete den Kindern, dass die Jugendhilfewerkstatt die vielen Kisten gebaut hat - nach seiner Vorstellung. Denn die Schatzkisten sollten so aussehen wie die kleinen, die bei Playmobil zum Piratenschiff gehören.

Und dann holte der Verleger das Buch „Hexe Lilli zaubert Hausaufgaben“ aus der Schatztruhe, um den gespannten Schülerinnen und Schülern daraus vorzulesen. Quietschvergnügt lachten die Kinder immer wieder auf, als Bernhard Boll mit verstellter Stimme die Szene aus dem Buch vorlas, in der Lilli ihrem Bruder Leon aus Versehen Tier-ohren anhext, aber keinen Zauberspruch kennt, um die Ohren wieder wegzuzaubern. Und dann kommt auch noch die Mutter nach Hause . . . „Die Hexe Lilli kenne ich lange“, sagte Vivian (7). „Mein großer Bruder hat davon alle Bände.“ „Ich, ich kenne Hexe Lilli auch“, rief Kristina (7).

Den Plan für das Jubiläumsgeschenk hatte Bernhard Boll gemeinsam mit Birgit Weise, der Leiterin der Grundschule Westersburg, ausgeheckt. Sie war auch mit einigen Schülern dabei, als die Schatztruhen am Freitag beim Jubiläumsfestakt auf goldenen Wagen auf die Bühne gerollt wurden. Was Lesen in einem Kinderleben bedeutet, verriet eine Zweitklässlerin. Sie erzählte Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein, dass sie abends so lange liest, wie sie will. Und auf die Frage der Sportschau-Moderatorin, was ihre Mutter denn dazu sagen würde, antwortete die Kleine keck: „Meine Mutter weiß das doch gar nicht.“ kc