REMSCHEID Während das Röntgen-Museum sein wissenschaftliches Renommee ausbaut, steht die dritte Ausbaustufe weiter in den Sternen.
Von Ann-Kathrin Reif
Sir William Henry Bragg und sein Sohn Sir William Lawrence waren das einzige Vater-Sohn-Team, das je einen Nobelpreis errang - 1915 den für Physik. Und zwar für Verdienste bei der Analyse von Kristallstrukturen mittels Röntgenstrahlen.
Die damalige Auszeichnung bildet jetzt die Grundlage für das neue Projekt einer „Röntgen-Bragg-Fellowship“, das mit Hilfe der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Röntgen-Museums verwirklicht werden soll.
Ziel ist ein wissenschaftlicher Austausch mit Kollegen im aus-tralischen Adelaide im zweijährigen Turnus. Auf beiden Seiten sollen junge Forscher auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen unterstützt werden. Eingebunden sind unter anderem die Universität Duisburg-Essen und die Bergische Universität in Wuppertal. „Das sind Verflechtungen, die von Lennep aus in die Welt gehen“, macht Dr. Uwe Busch den Stellenwert des Projektes deutlich. Der stellvertretende Direktor des Röntgen-Museums betont: „Das können nicht viele Museen vorweisen.“
Wissenschaftliche Anerkennung hilft, Sponsoren zu finden
Es sind genau solche Projekte von internationalem wissenschaftlichen Renommee, die auch weiterhin dazu führen sollen, dass das Museum potente Sponsoren für die Umsetzung der Neukonzeption findet. Denn ohne die - auch das macht Dr. Uwe Busch unmissverständlich deutlich - geht gar nichts. Er muss es wissen. Schließlich ist er Projektleiter des Museums-Umbaus. Und da sieht es wie folgt aus:
Während der zweite Bauabschnitt (mit einem Volumen von gut 1,5 Millionen Euro) kurz vor dem Abschluss steht (Eröffnung am 24. Januar), ist die Verwirklichung der dritten Ausbaustufe mehr als fraglich.
Grund: Die mit rund 6,15 Millionen Euro teuerste Modernisierungsmaßnahme steht derzeit nicht auf der Prioritätenliste des Landes für die Vergabe von Fördermitteln.
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