Sydney/Jakarta (dpa) - Einer der meistgesuchten Terroristen Asiens ist bei einer Razzia der indonesischen Anti-Terroreinheit erschossen worden. Dulmatin gilt als Drahtzieher der Terroranschläge 2002 auf der Ferieninsel Bali mit 202 Toten.
Seine Identität wurde durch eine DNA-Analyse bestätigt, sagte Präsident Susilo Bambang Yudhoyono am Mittwoch. Erst im September war mit Noordin Top ein anderer Top-Terrorist in Indonesien bei einer Razzia getötet worden.
Die US-Bundespolizei hatte zehn Millionen Dollar Kopfgeld auf Dulmatin ausgesetzt. Er war einer der führenden Köpfe der Terrororganisation Jemaah Islamiyah, die zahlreiche Anschläge in Südostasien verübt hat.
Der Präsident verkündete den Schlag gegen die heimische Terrorszene eineinhalb Wochen vor dem Besuch von US-Präsident Barack Obama in Jakarta. Er bestätigte die Identität Dulmatins bei einem Besuch in Australien. Bei dem Anschlag auf Bali waren vor allem australische Touristen ermordet worden.
Dulmatin (39) war am Dienstag erschossen worden, als Spezialeinheiten ein Internetcafé stürmten. «DNA-Proben von seiner Mutter und seinem 12-jährigen Sohn stimmten mit denen des Leichnams überein», sagte ein Polizeisprecher. Unweit der Stelle wurden nach Angaben der Polizei seine beiden Leibwächter erschossen.
Bei einer Hausdurchsuchung in der Nähe fand die Polizei Zeitzünder für Bomben. Dulmatin galt als Bombenexperte. Er soll eine der Bomben auf Bali persönlich ferngezündet haben. Er hatte in den 90er Jahren in Terrorkamps der El Kaida in Afghanistan trainiert und enge Verbindungen zu deren Führungsspitze.
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