Roskilde (dpa) - Wunderbar friedlich «wie dösende Löwen in der Savanne» fand ein dänischer Polizist die 65 000 Besucher beim Roskilde-Rockfestival.
An vier Tagen und bei fantastischem Sommerwetter erhob sich die Fangemeinde beim traditionsreichsten und wohl freundlichsten europäischen Rockfestival dann aber doch zu höchst stimmgewaltigen Aktivitäten vor den Bühnen: Nine Inch Nails wurden mit ihrer unglaublich harten Musik von Zehntausenden ebenso begeistert gefeiert wie die musikalisch wiederauferstandene Disco-Königin Grace Jones.
Wie nie zuvor in den 39 Jahren der Roskilde-Geschichte hatten die Veranstalter diesmal gezittert, dass das unter Wirtschaftskrise und arg teuer gewordenen Tickets ächzende Publikum zu Hause bleiben würde. Am Ende war der Festivalplatz vor den Toren Kopenhagens vor allem wegen des makellos schönen Sommerwetters dann doch wieder voll.
Zu den vielleicht etwas überraschend gekommenen Gästen gehörte auch ein rollender Fanshop des FC St. Pauli aus Hamburg. Doch, man komme mit den freundlichen Dänen sehr gut ins Gespräch über die hier den meisten komplett unbekannte Zweitliga-Elf, meinte entspannt ein Mitglied des «Fanshop-Teams». Die St.-Pauli-Botschaft, dass Fußball nicht unbedingt nur immer mit Gewinnenmüssen und Aggressivität zu tun haben müsse, passe ganz prima zu Roskilde.
Vielleicht besser als Oasis, bekennende Fans des neureichen englischen Spitzenclubs Manchester City. Der Auftritt der Gebrüder Gallagher samt Band lockte eine gewaltige Menge vor die «Orange Stage», wollte aber nicht so recht zünden. Ganz anders ging die Post bei vielen kleineren Konzerten wie etwa mit dem blinden Ehepaar Amadou & Miriam aus Mali ab. Oder beim ohrenbetäubendem Apokalypse-Rock von Slipknot aus den USA.
Noch am Wochenende überwiesen die dänischen Veranstalter 85 000 Euro an die Organisation «Ärzte ohne Grenzen» für Einsätze gegen die Folgen des Klimawandels in armen Ländern. Das von einer nichtkommerziellen Stiftung organisierte Festival will Überschüsse für soziale Zwecke einsetzen und hatte unter anderem auch Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus aus Bangladesch auf die «Orange Stage» eingeladen.
Zufahrt über die Schwanenstraße musste am Dienstagmittag gesperrt werden. Feuerwehr bei Abbau des Gerüsts im Einsatz. Rettungsdienst war nicht beeinträchtigt.
Nairobi/Abuja/New York (dpa) - Der neue Gewaltausbruch zwischen Christen und Muslimen in Nigeria hat international Besorgnis ausgelöst. Bei den Unruhen im Bundesstaat Plateau waren nach Angaben der Behörden am Sonntag mehr als ...